November 2, 2007

Wie kann ich Radio-Sendungen auf den Computer aufnehmen?

Der heutige Tag war im Schweizer Radio DRS2 dem Thema „Der Wert des Menschen“ gewidmet. In ganz interessanten Diskussionsrunden wurden ebenso interessante ethische Themen diskutiert, etwa das Thema „Schwer behindert – und leben um jeden Preis?“ Ideale Fragestellungen für den Ethik-Unterricht. Nur leider konnt ich die Sendungen nicht direkt in den Unterricht einbauen. Also taucht die altbekannte Frage auf: Wie kann ich die Sendungen speichern und für den Unterricht später verwenden?

Eine Möglichkeit bietet die gute alte Tonbandaufzeichnung ab Radio. Da die Sendungen nicht fortlaufend liefen, hätte man alles zeitlich einprogrammieren müssen, mit herkömmllichen Tonbandgeräten fast nicht zu machen. Also digitale Aufnahmen?

Zwei Sendungen habe ich digital aufgenommen, dann stürzte der PC ab. In einer der Sendungen hörte ich dann, dass man die Sendungen auch zeitversetzt hören könne. Ich versuchte es, und siehe da, alle Sendungen sind noch abrufbar. Mit dem Realplayer kann man sie abspielen. Aber bis wann? Kann ich sie nächste Woche noch verwenden für den Unterricht?

Ich habe dann etwas gesucht und eine Möglichkeit gefunden, rm-Dateien des Realplayers aufzunehmen. Das Programm heisst WM-Recorder. Man wählt also die Sendung aus auf der Webseite, automatisch fängt sie nun der WM-Recorder ab und speichert die Datei als rm-Datei. Mit dem Programm Free RM to MP3 Converter kann man die Dateien in mp3-Dateien umwandeln.

Nun bin ich bereit für nächste Woche.

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Elektronische Geräte in einer Schulklasse

Diese Woche während einer Pause habe ich die Schülerinnen und Schüler mit ihren iPods und Handys beobachtet. Ich habe sie daraufhin gebeten, ihre elektronischen Geräte auf ein Pult zu legen. Hier die Aufnahme. Die Geräte stammen von einer Klasse im 10. Schuljahr aus dem Wirtschaftsprofil der Kanti Solothurn.

electronics

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ICT im Unterricht – überfordern wir die Lehrkräfte?

Letzten Samstag war ich an der Tagung UNM (Unterricht mit neuen Medien) an der PH in Zürich. Einer der Hauptreferenten, Thomas Merz von der Pädagogischen Fachhochschule Zürich, sprach zum folgenden Thema: "Die Schule bewegt sich – aber reicht das Tempo?" Er meinte, dass das Tempo bei der Einführung der neuen Medien in den Unterricht nicht ausreiche. Man habe zwar viel getan, aber das reiche noch nicht. Er wünschte sich, dass der Unterricht mit neuen Medien viel schneller in die Schulzimmer kommen müsse. Andere Redner unterstützten dies. Von den Politikern verlangte er, dass sie Verbindlichkeiten in die Lehrpläne bringen müssten, dass sie aber auch Geld dafür einplanen müssten.

Wieder zu Hause im eigenen Schulhaus: heute wurde ich mit der Aussage konfrontiert, dass wir mit unserem Tempo im Bereich ICT die Lehrer überfordern würden. Unser Tempo: die Schulzimmer werden mit Beamern ausgestattet, wir verfügen über ein digitales Informationssystem für die Lehrerschaft, die Noteneingabe funktioniert digital, schliesslich haben wir vier Computerräume mit insgesamt ca. 70 Arbeitsplätzen – für 1500 Schülerinnen und Schüler. Wir haben Einführungskurse in Powerpoint, Word, Excel, Educanet2, WIKI und Podcasts für Lehrkräfte angeboten.

Überfodert dies einen Mittelschullehrer? Wir befinden uns nicht mehr in der Karmann-Zeit, unser Standard heute sind die komplizierten technisch hochgerüsteten Corsas. Wenn wir da noch mithalten wollen, dann müssen wir wohl oder übel uns mit diesen Neuerungen auseinander setzen. Es gibt kein Anhalten, Verschnaufen mehr. Die Digitalisierungswelle reisst alles mit.

Reicht das Tempo, mit dem ICT in unsere Schulzimmer kommt? Nein, es reicht nicht. Wenn wir medienkompetente Maturandinnen und Maturanden wollen, dann müssen wir gewaltig Tempo zulegen. In einem Diskussionsbeitrag im WIKI der Glarner-Schulen habe ich folgenden Diskussionsbeitrag gefunden, der vor vier Jahren geschrieben worden ist:

 …..Beobachte ich Kinder am Computer, so fällt mir auf mit welcher Selbstverständlichkeit die meisten, ohne Schwellenangst, ein neues Programm erkunden. Gameboys und andere elektronische Spiele erleichtern ihnen den Einstieg in die Computerwelt. Ich glaube auch, dass es an uns Erwachsenen liegt, dass die Integration dieses Mediums nur stockend voran kommt. Vielleicht sollten wir mehr Mut haben, die Jungendlichen einfach machen zu lassen und von ihrem Wissen zu profitieren.

Beitrag vom 1. September 2003

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