ict im Unterricht

Naive Twitter-User

20Minuten online berichtet über die dümmsten Twitter-User, die z.B. ein Bild ihrer Kreditkarte verschicken, sich beim Autofahren ohne Fahrausweis filmen und dies twittern.

Da fallen mir spontan auch Beispiele ein:

Vor einiger Zeit habe ich in einer Schulklasse Twitter erwähnt. Eine Schülerin hat sich während der Stunde bei Twitter angemeldet und bei mir als Follower eingetragen. Nur dumm, dass ich auf dem Zeitstempel genau sehen konnte, dass sie dies während der Schulstunde gemacht hatte.

In der gleichen Klasse habe ich mehr als ein Jahr später auf die Gefahren hingewiesen, wenn man private Chats auf Twitter führt. Darauf hat mir eine Schülerin gesagt, dass ich ihre Tweets unmöglich lesen könne. Nur dumm, dass sie auch während der Stunde einen Kommentar zu meinen Ausführungen getwittert hat, eine andere Schülerin hat ihr darauf sogar geantwortet – ebenfalls während der Stunde.

In einem nächsten Beispiel hat eine Schülerin ein Bild von ihr und ihrer Kollegin auf Twitter gepostet, unschwer erkennt man unser Klassenzimmer.

Der Tweet dazu:

Die Schülerin hat auf meine Nachfrage gesagt, dass sie das Bild in der Pause aufgenommen hat, ein genauer Blick auf die Metadaten belegt aber etwas anderes:

Das Bild stammt von einem Dienstag, 09:08, das war eindeutig während der Stunde gepostet worden. Schade, auch das ein Beleg für die Naivität.

Aber auch dieses Bild derselben Schülerin ist nicht unbedingt vorteilhaft:

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UTB-Online-Wörterbuch Philosophie – kostenlos

Nicht nur für den Philosophieunterricht, auch für Arbeiten in andern Gebieten kann dieses Wörterbuch nützlich sein.  Hier hat man Zugriff auf das UTB-Online-Wörterbuch Philosophie, das seit Juli 2011 freigeschaltet ist.

Nach einigem Recherchieren habe ich im englischsprachigen Raum folgende Wörterbücher und Nachschlagewerke mit freiem Zugang gefunden:

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Diplomarbeiten Bereich ICT & Education PH Bern

Auf der Webseite der PH Bern kann man eine Liste von vier abgeschlossenen Diplomarbeiten am Institut Sekundarstufe II im Bereich ICT & Education finden.

Soziale Netzwerke als Thema in der Schule

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Viele meiner Kolleginnen und Kollegen tun sich sehr schwer mit dem Thema „Soziale Netzwerke“ im Rahmen des ICT-Unterrichtes. Die geltenden ICT-Regelstandards des Kantons Solothurn fordern für die Sekundarstufe II in diesem Zusammenhang:

Die Lernenden
– reflektieren über die Auswirkungen von Computer und Internet auf die Gesellschaft.
– kennen die gesellschaftlichen und globalen Unterschiede im Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie.
– reflektieren über mögliche Zukunftsentwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Zu diesen Standards wird eine Musterlösung mit dem Titel „Medienkonsum und Mediengewohnheiten“ angeboten. Das Ziel dieser Einheit:

Die Schülerinnen und Schüler machen sich Gedanken über ihren persönlichen Umgang mit dem Handy. Sie kennen die Eigenschaften unserer Kommunikationsmethoden. Sie kennen die wichtigsten Regeln bei der Nutzung ihres Handys.

In einer Fachschaftssitzung zeigte sich dann, dass kein Lehrer dieses Thema wirklich behandelt hat im Unterricht, man erachtete es als unnötig. Ich finde dies äusserst problematisch.

Nun habe ich über TeachersNews eine weitere interessante Lerneinheit zu diesem Thema gefunden, in der nicht nur die Nutzung der Mobiltelefone thematisiert wird, sondern vor allem die Internetnutzung über soziale Netzwerke. Diese Lerneinheit findet man hier auf der Seite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Die Lerneinheit wird folgendermassen eingeleitet:

Jugendliche nutzen soziale Netzwerke in großem Maße und ganz selbstverständlich in ihrem Alltag. Erwachsene beobachten dieses Verhalten oft mit Sorge und wissen wenig über die Möglichkeiten der Plattformen. In der Unterrichtseinheit stellen die Schülerinnen und Schüler die Sichtweisen von Jugendlichen und Erwachsenen gegenüber. Sie reflektieren damit ihr eigenes Nutzungsverhalten, üben zu argumentieren und zu diskutieren und lernen ihre eigene Position zu festigen und zu vertreten.

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Bücher hören und lesen

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In einer Lektion von heute mussten die Schülerinnen und Schüler in einem Buch – dem Schimmelreiter von Theodor Storm – weiterlesen. Schon früher hatte mich ein Schüler darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Buch auch als Podcast erhältlich sei. Ich habe daraufhin den Link alle Schülern bekannt gemacht. Das Resultat: in der heutigen Lektion haben sich einige Schüler den Text vorlesen lassen, die meisten sind dem Text aber doch noch mit den Augen gefolgt.

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ICT-Cards

ICT-Card

Bekanntlich ist seit Anfang dieses Jahres das Stufenübergreifende ICT-Entwicklungskonzept für die Schulen des Kantons Solothurn für die Schulen des Kantons Solothurn in Kraft. An der letzten Strategietagung der Projektgruppe ICT der Kanti Solothurn haben wir uns mit der Umsetzung dieses Konzeptes auf der Mittelschulstufe beschäftigt. Sibylle Klay hat in ihrem Blog ICT-Cards vorgestellt. Dabei handelt es sich um Auszüge aus dem Konzept, die wie Laufkarten aufgebaut sind.

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Reiseplanung auf dem Schulwiki

WIKI-Reiseplanung

Während der Spezialwoche an der Kanti Solothurn werde ich mit einer Klasse eine Kulturreise machen. Vor einiger Zeit bin ich von der Klasse für diese Aufgabe angefragt worden. Ich habe diese Herausforderung gerne angenommen.

Von allem Anfang an war für mich klar, dass die ganze Klasse mithelfen muss bei der Planung und der Durchführung dieser Woche. Nach ersten guten Erfahrungen mit WIKIs habe ich mich entschlossen, diese Arbeit im Schulwiki zu machen. Beat Doebeli hat auf seinem WIKI explizit "Reiseplanung mit einem WIKI" als Unterrichtsbeispiel erwähnt.

Als erstes habe ich also eine WIKI-Seite auf dem Schulwiki erstellt und von dort aus die Planung begonnen. Die Schüler brauchten nur eine minime Einarbeitungsphase. Dies vor allem beim Hochladen von Dateien. Mittlerweile nimmt die Arbeit langsam Gestalt an, so dass man auch darauf aufmerksam machen darf.

In einer ersten Phase haben die Schülerinnen und Schüler mögliche Reiseziele im deutschsprachigen Ausland präsentiert. Schliesslich hat sich die Klasse in einer Abstimmung für Berlin als Reiseziel entschieden. Jetzt läuft die Planung der Reise nach Berlin auf Hochtouren.

Für mich als Lehrperson sehe ich folgende Vorteile in dieser Arbeitsweise:

  • Die WIKI-Seiten sind für uns Protokolle, bei Unklarheiten können wir auf diesen Seiten sehen, was wir festgelegt haben: Reisezeiten, Abflugzeiten usw.
  • Die Schüler können sich jederzeit über den Stand der Arbeiten der andern Gruppen informieren. Auch ich als verantwortliche Lehrperson kann dies sehr einfach tun.
  • Die Eltern, aber auch die Schulleitung können sich über den Stand der Planung informieren.
  • Ich bin als Lehrperson in einem gewissen Sinn entlastet: Ich muss nicht selber alles unter Kontrolle haben, wenn viele an einem Projekt arbeiten, dann habe ich eher die Gewissheit, dass wir auch nichts vergessen.
  • Die Schüler können auch von zu Hause aus daran arbeiten, ein Blick auf die Versionskontrolle zeigt, dass dies tatsächlich getan wird.
  • Und schliesslich: die Schülerinnen und Schüler lernen, wie komplex ein solches Projekt tatsächlich ist, sie werden höchstwahrscheinlich motivierter sein auf dieser Reise, weil es auch ihr Verdienst ist, wenn wir diese Woche schliesslich geordnet durchführen können.
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online-Korrekturen

Seit Anfang dieser Woche haben wir Ferien an unserer Schule. Ich bin gute 700 Km weg, in der Toscana, und korrigiere im Moment Schülerarbeiten. In der letzten Schulwoche mussten die Schüler einer Klasse eine Figur aus der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff beschreiben und charakterisieren. Wir hatten die Aufgabe noch während dem Unterricht vorbereitet, einige Schüler hatten sie bereits abgeschlossen. Schliesslich mussten sie die Arbeit noch eintippen und dann im moodle hochladen.

Die Arbeiten liegen mir nun als Word-Dateien vor. Ich konvertiere sie in OneNote und korrigiere sie dort anschliessend.

Judenbuche01

Damit die Schüler meine Korrekturen lesen können, konvertiere ich die Datei in eine mht-Datei.

Judenbuche02

Schliesslich lade ich die korrigierte Version hoch und bewerte die Arbeit. Der Schüler kann die Korrekturen einsehen und ev. einen Kommentar dazu abgeben.

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Aufsatz auf dem Laptop – Fortsetzung

Aufsatz01 Aufsatz02

Die Aufsätze, die ich in digitaler Form erhalten habe, sind korrigiert, kommentiert und wieder in den Händen der Schüler. Im Anschluss an dieses Experiment haben sich für mich folgende Fragen ergeben:

  • In welcher Form korrigiere und kommentiere ich Aufsätze, die ich digital bekommen habe?
    Einfachste Möglichkeit wäre eine digitale Korrektur und Kommentierung. Im dargestellten Fall sind alle Aufsätze mit MS Word geschrieben worden. Innerhalb dieses Programmes lassen sich Kommentare und Änderungen sehr leicht in den Text einbauen. Da in einigen Fällen aber sehr viel zu korrigieren ist, ist diese Form sehr aufwändig, vor allem für kleine Korrekturen. Wenn ich z.B. auch alle orthographischen Fehler mit der Kommentarfunktion von Word korrigiere, dann wird dies unübersichtlich. Hier bietet sich eine handschriftliche Korrektur mit dem TabletPC an. Der Wechsel aber zwischen handschriftlicher Korrektur und Kommentarfunktion über die Tastatur ist zu kompliziert und aufwändig.
    Hier muss ich noch die einfachste Form der digitalen Korrektur finden.
  • Wenn die Schüler bei der Rückgabe und Besprechung der Aufsätze keinen Computer zur Verfügung haben, dann müssen die Aufsätze ausgedruckt werden, mit oder ohne Kommentare.
    Ich habe diesen Weg gewählt. Ich habe alle Aufsätze ausgedruckt und dann handschriftlich korrigiert. Mich überzeugt das Vorgehen nicht, aber es geht nach wie vor für mich wesentlich schneller auf diese Weise. Die Korrektur am Bildschirm ist für mich sehr ermüdend und, wie ich schon bemerkt habe, auch fehleranfällig.

Wie geht es weiter mit den Aufsätzen auf dem Laptop? Ich werde ganz sicher einen weiteren Versuch machen. Der Grund ist nicht nur die höhrere Motivation der Schüler, sondern der pädagogische Mehrwert. Schriftliche Arbeiten an Universitäten und Fachhochschulen werden ausnahmslos auf dem Computer geschrieben, also müssen die Schüler das Verfassen von Texten auf dem Computer eintrainieren.

Dies heisst für mich:

  • Die Schüler müssen ihre Textverarbeitung beherrschen: sie müssen mit Formatierungen, Gliederungen und natürlich auch mit den Korrekturprogrammen umgehen können.
  • Sie müssen nach wie vor lernen, einen Text zu entwerfen, sei dies handschriftlich oder ebenfalls auf dem Computer. Es lohnt sich, die Schüler auch in die Möglichkeit von Textentwürfen mit Hilfe des Computers einzuführen. Für kürzere Arbeiten ist dies vielleicht nicht so wichtig, für längere aber kann eine gute Methode hier eine grosse Zeitersparnis bedeuten. Ich denke an digitales Mindmapping,an Concept maps oder auch an die Möglichkeit, die Gliederungsfunktion in der Textverarbeitung dafür einzusetzen.

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Video von Youtube herunterladen und offline abspielen

Auf Youtube sind Unmengen von Videos gespeichert, die sich teilweise durchaus für den Unterricht einsetzen lassen. Was kann ich tun, wenn ich ein solches Video in einer Schulklasse zeigen will, ich aber nicht online bin im Schulzimmer?

Eine einfache Lösung habe ich hier gefunden:

  • Man verwendet den Service von keepvid.com. Man startet die Homepage und kann dann in einem entsprechenden Fenster die Adresse von Youtube eingeben.
    keepvid
    Dann drückt man download, schliesslich erscheint die folgende Meldung:
    keepvid01
    Man drückt download Link, die Datei wird unter dem Namen get_video auf die Festplatte gespeichert. Dann hängt man, gemäss der Anweisung, der Datei auf der Festplatte die Endung flv an, man kann die Datei natürlich auch umbenennen.
  • Wie spielt man nun die Datei get_video.flv ab?
    Dazu holt man sich den entsprechenden Player auf der Seite von videolan.org. Dort holt man sich den entsprechenden Player und installiert ihn.
    vlcmediaplayer01
  • Dann spielt man die entsprechende Datei mit dem VLC Media Player ab. Das wars.

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