Kanti Solothurn

Der letzte Schultag

Der letzte Schultag ist sicher etwas Besonderes. Damit dieses Besondere auch in Erinnerung bleibt, lässt man sich offenbar einiges einfallen. Ob allerdings eine Fahrt mit dem Roller durch die Mensa wirklich etwas so Originelles ist, ist eher fragwürdig. Offenbar aber ist die Tamedia-Presse da anderer Meinung und widmet dem Urheber dieses Streiches einen ganzen Artikel. Wie wäre es, wenn man denjenigen, die die besten Notendurchschnitte haben, einen Artikel widmen würde? Diese Leistungen sind auf jeden Fall bemerkenswerter als eine banale Fahrt mit dem Roller durch ein Schulhaus.

An der Kantonsschule in Solothurn ist dieser letzte Tag für die Schülerinnen und Schüler offenbar nichts Besonderes. In einer von der Schule organisierten kleinen Schlussfeier werden sie verabschiedet, die Verabschiedeten aber wollen nicht durch “originelle” Aktionen auf sich aufmerksam machen. Da ist der “Tag danach” wesentlich beliebter, der Tag nach Bekanntgabe der Prüfungsresultate. In diesem Jahr verbietet man den Schülern den Zutritt in die Schule, wie die Solothurner Zeitung hier und hier gemeldet hat.

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Naive Twitter-User

20Minuten online berichtet über die dümmsten Twitter-User, die z.B. ein Bild ihrer Kreditkarte verschicken, sich beim Autofahren ohne Fahrausweis filmen und dies twittern.

Da fallen mir spontan auch Beispiele ein:

Vor einiger Zeit habe ich in einer Schulklasse Twitter erwähnt. Eine Schülerin hat sich während der Stunde bei Twitter angemeldet und bei mir als Follower eingetragen. Nur dumm, dass ich auf dem Zeitstempel genau sehen konnte, dass sie dies während der Schulstunde gemacht hatte.

In der gleichen Klasse habe ich mehr als ein Jahr später auf die Gefahren hingewiesen, wenn man private Chats auf Twitter führt. Darauf hat mir eine Schülerin gesagt, dass ich ihre Tweets unmöglich lesen könne. Nur dumm, dass sie auch während der Stunde einen Kommentar zu meinen Ausführungen getwittert hat, eine andere Schülerin hat ihr darauf sogar geantwortet – ebenfalls während der Stunde.

In einem nächsten Beispiel hat eine Schülerin ein Bild von ihr und ihrer Kollegin auf Twitter gepostet, unschwer erkennt man unser Klassenzimmer.

Der Tweet dazu:

Die Schülerin hat auf meine Nachfrage gesagt, dass sie das Bild in der Pause aufgenommen hat, ein genauer Blick auf die Metadaten belegt aber etwas anderes:

Das Bild stammt von einem Dienstag, 09:08, das war eindeutig während der Stunde gepostet worden. Schade, auch das ein Beleg für die Naivität.

Aber auch dieses Bild derselben Schülerin ist nicht unbedingt vorteilhaft:

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Social Media Strategie unserer Schule

Über einen Beitrag auf blogthek bin ich auf eine interessante Seminarbeit von Sven Ruoss gestossen, die er an der Hochschule für Wirtschaft Zürich verfasst hat, Thema: “Social Media Strategie der Kantonsschule Zürich Nord“. Das Thema ist also die der Social-Media-Auftritt der Kantonsschule Zürich Nord. Im ersten Teil der Arbeit untersucht der Autor allerdings 78 Kantonsschulen der Schweiz “bezüglich ihrem Facebook-Auftritt”.

Interessant ist, dass lediglich 29% der insgesamt 78 Kantonsschulen, das sind 23 Schulen, über eine Facebook-Seite verfügen, die auch offiziell von der Schule gepflegt werden. Von diesen 29 Seiten werden vom Autor lediglich 6 mit dem Prädikat genügend beurteilt, 17 Schulen schneiden ungenügend ab.

Kurz zusammengefasst: die Kantonsschule Solothurn (KSSO) ist zusammen mit der Kantonsschule Glarus auf Platz 7, d.h. knapp ungenügend.


Wie sieht es mit dem Auftritt der Kantonsschule Solothurn in Facebook aus? In einem früheren Beitrag habe ich diesen Auftritt schon kurz vorgestellt.

  • Die Schule als eine normale Facebook-Gruppe vertreten. Bevor diese Gruppen-Seiten von Facebook umstrukturiert worden sind, hatte die Seite viele Mitglieder, heute ist sie praktisch inexistent. Gegründet hat sie ein ehemaliger Schüler, der unterdessen nicht mehr bei Facebook ist. Die Administrator-Rechte liegen jetzt bei mir. Diese Seite wurde allerdings nicht beurteilt. Sonst wäre das Urteil noch wesentlich schlechter ausgefallen.
  • Dann hat die Schule die offizielle Facebook-Seite. Hier ist etwas mehr los: 50 Freunde haben wir und im Moment 648 Gefällt-mir-Klicks, dies ergibt in der Beurteilung der Grösse also 9 von 10 Punkten. Der letzte offizielle Eintrag stammt vom 6.1.2012. Im vergangenen Jahr war es also sehr, sehr ruhig. Was die Interaktion betrifft, so läuft auf der Seite auch alles sehr, sehr ruhig. Im Jahr 2011 war auf der Seite allerdings einiges los, ich habe die jeweiligen öffentlichen Schul-Termine nachgetragen. Das genügte, um 4 von 10 Punkten zu erreichen. Der Massstab war sicher nicht hart.

Ich werde die Seite voraussichtlich wieder vermehrt pflegen. Einen weiteren Versuch ist es sicher wert.

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Schulen auf facebook

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Wie man hier lesen kann, stellt die TU Graz ihre Aktivitäten auf facebook dar. Offenbar sind bereits viele Schulen in England diesen Weg gegangen. Die entsprechende Liste, die man hier finden kann, listet 20 Universitäten in England auf, die bereits auf facebook präsent sind. Die Universität Oxford hat gemäss dieser Liste  14’867 Fans. Ein Blick auf die facebook-Seite zeigt, dass es jetzt schon 15’998 sind.

Auch die Kanti Solothurn ist in facebook vertreten, einmal als normale Gruppe – dies schon länger, dann aber auch – seit heute – auf einer facebook-Seite.

Neues Handbuch unserer Schule

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Zu Beginn des neuen Semester hat das gesamte Personal der Schule das neue “Handbuch” der Schule bekommen: Ordnerblätter – schätzungsweise 250 Seiten. Da die Postfächer an unserer Schule zu klein sind, konnten nicht alle Lehrpersonen das Handbuch gleichzeitig erhalten, nur etwa jeder dritte. Die restlichen erhalten das Handbuch dann, wenn die Fächer der Kolleginnen und Kollegen geräumt sind.

Eine Frage taucht natürlich sofort auf: könnte man das Ganze nicht auch auf pdf-Basis machen? Wir würden sicher viel Papier sparen, und – Hand aufs Herz – viele lesen das Handbuch sowieso nicht, den meisten dient es bestenfalls als Nachschalgewerk, wenn entsprechende Fragen auftauchen. In diesem Fall ist die pdf-Version ohnehin besser, eine Suche in digitalem Datenmaterial ist schneller als in Ordnerblättern.

handbuch

Das ganze Handbuch gibt es aber auch in pdf – war die Papierversion für alle wirklich nötig?

Tecday an der Kanti Solothurn

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Wie man der Homepage der KSSO entnehmen kann, findet am 3. April 2009 ein spezieller Anlass statt.

Am 3. April gastieren Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, Technik und Industrie an der KSSO. Auch Eltern sowie Ehemalige sind dabei. Zu den drei Vorlesung sind Sie herzlich eingeladen.

Ein Blick auf die Liste der Module, die angeboten werden, zeigt das riesige Angebot. Und die Schüler? Freuen sie sich?

Auf Facebook habe ich eine Seite entdeckt, die Mitglieder sucht von Schülerinnen und Schülern, die nicht am Tecday teilnehmen wollen:

tecday-fb

Ein Administrator der Gruppe:

Liberalisierung des Schulsystems, bitte. Nur weil die Kantonsschule SO schlecht beim ETH-Ranking abgeschnitten hat, sehe ich noch lange keinen Grund, der Wissenschaft hier extra einen ganzen Tag zu widmen.

Immerhin hat die Gruppe bereits 104 Mitglieder (Stand 4.3.09, 20:00).

Schüler der KSSO neu im GISY

Es haben sich in diesem Blog, aber auch in der Schule einige Schüler gemeldet, die an mich die Frage stellten, warum denn nun auch die Schüler in das Informationssystem der Kantonsschule Solothurn aufgenommen worden sind. Dies war übrigens ein Entscheid der Schulleitung, die Lehrerschaft ist dazu nicht befragt worden.

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Seit Sommer 2006 ist das Gesamtinformationssystem (GISY) für alle Lehrpersonen und die gesamte Schulverwaltung der Kanti Solothurn in Betrieb. Es handelt sich um ein Informationssystems, auf dem jede registrierte Person Meldungen und Dateien an einzelne Personen oder ganze Gruppen senden kann, die Nachrichten können anschliessend nur noch vom Absender gelöscht werden, sie bleiben bis auf weiteres archiviert. Die Nachrichten können grundsätzlich von der ganzen Informationsgruppe gelesen werden, der der Adressat angehört, sie werden allerdings primär dem Adressaten zugestellt. Wenn ich also an einen Kollegen eine Nachricht sende, dann können alle Lehrpersonen dies lesen, ich muss die Meldung immer für ganze Gruppen freigeben. Die Gruppen sind hierarchisch gebildet, die unterste Gruppe kann nur ihre eigenen Meldungen lesen, die nächstobere kann jeweils auch die Meldungen der unteren Gruppe lesen. Gruppen bilden der Lehrkörper, die Sekretariate, die erweiterte und die engere Schulleitung. Wenn ich mich also ins GISY einlogge, so sehe ich jene Meldungen auf dem Bildschirm, die an mich oder an eine Gruppe – z.B. meine Fachschaft versandt worden sind. Ich kann aber jederzeit im Gesamtarchiv auch alle andern Nachrichten lesen, die für die Lehrpersonen freigegeben worden sind.

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Seit dem 12.2.09 sind nun also auch die Schülerinnen und Schüler in diesem Gesamtinformationssystem. Sie bilden gemeinsam eine neue Informationsgruppe, die unterste. Wenn ich also einer Klasse eine Meldung sende – mit einem Click, dann ist die Meldung zwar grundsätzlich für diese Klasse bestimmt, aber grundsätzlich können alle andern Schüler im Gesamtarchiv diese Meldung auch lesen.

Wo liegen die Vorteile? Für uns Lehrer und die Rektorate ist es wesentlich einfacher, Meldungen für ganze Schulklassen oder auch Abteilungen von Schülern abzusetzen. Zudem können nun neu Formulare wie Anmeldungen für Freikurse oder für das Wahlpflichtfach Religion/Ethik online gemacht werden. Die Auswertung ist für die Schuladministration natürlich bedeutend einfacher.

Viele Schüler scheinen diesem System wenig abgewinnen zu können. Alle Informationsblätter sind zwar vorläufig auch noch in den Klassenbüchern, werden aber in Zukunft eventuell nur noch über GISY verteilt werden. Die Schüler können diese Informationen also vorläufig online abrufen, müssen aber nicht, es erwartet also niemand von der Schulleitung, dass die Schüler ihre Informationen nur noch online erhalten. Die Schüler können aber natürlich alle Adressen der Mitschüler finden mit deren Emailadressen, dies scheint Angst zu machen. Für viele ist vielleicht auch beängstigend, dass mittelfristig das ganze Absenzenwesen online abgewickelt werden wird.

Klar ist, dass die Administration der Schule vereinfacht wird, klar ist aber auch, dass die Schüler an Anonymität verlieren. Zudem ist das Informationssystem nicht besonders sicher. Es gab schon in der Vergangenheit Personen, die sich mit Lehrerlogins und Passwörtern eingeloggt haben und so an Lehrerinformationen gelangt sind.