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Der neue Kindle-Button

Auf digital-reader.com konnte man heute lesen, dass Amazon keine Gelegenheit auslasse, damit möglichst alle Inhalte problemlos auf den Kindle transferiert werden können. Es begann 2007 mit dem Email-Service, mit dessen Hilfe man Dokumente in das Kindle-Format umwandeln konnte. Dann sind immer neue Apps hinzugekommen, etwa das Firefox-Browser-App sendtoKindle.

Neuste Entwicklung ist ein “Send-To-Kindle-Button”, den man auf einer Webseite installieren kann, hier kann man ihn bei Amazon finden. Auch ein WordPress-Plugin ist erhältlich, ich habe es bereits installiert.

Und wann gibt es ein “Sent-To-Tolino-Button”?

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Tolino – das neue Wunder?

Während man aus Deutschland vorwiegend [tippy title=”Positives” reference=”” header=”off”] Etwa hier oder hier.[/tippy]  zu diesem neuen Reader hört, tönt es im englischsprachigen Ausland etwa bei digital-reader.com etwas anders. So wird etwa auf die Tatsache verwiesen, dass die iOS-Apps und die Android-Apps von Weltbild und Hugendubel nach dem Update nicht mehr funktionieren, d.h. Nutzer meldeten, dass sie nach dem Update keinen Zugang mehr auf ihre Konten hätten. So zeigt ein Blick auf das Feedback zum Weltbild-Android-App die Situation:

Im deutschen Sprachraum sieht man diesen neuen Reader als klare Chance gegen die Übermacht von Amazon, deshalb ist es wohl nicht ganz zufällig, dass Amazone seit einiger Zeit mit Negativschlagzeilen wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der deutschen Presse zu finden ist.

Einen solchen Sturm der Entrüstung hat der Online-Händler Amazon noch nicht erlebt. Die Berichte über die Arbeitsbedingungen, die vor Weihnachten für Leiharbeiter herrschten, die im Versandzentrum im hessischen Bad Hersfeld eingesetzt waren, hat bis zum Bundestag für erregte Debatten gesorgt. Amazon musste sich im Plenum den Vorwurf gefallen lassen, die Zustände seien menschenverachtend gewesen. Ein gutes Wort wollte niemand für den amerikanischen Handelsriesen einlegen; die Kritik zog sich quer durch alle Fraktionen. (Frankfurter Allgemeine)

Oder in einem andern Blog:

Und nicht zuletzt könnte es der Allianz gelingen, den Tolino als „deutsche Alternative“ zu positionieren. In Zeiten, wo sich Marktführer Amazon mehreren Vorwürfen von schlechten Arbeitsbedingungen bis hin zum Preisdiktat und einem Verfahren des Bundeskartellamtes ausgesetzt sieht, stehen die Chancen nicht unbedingt schlecht – zumal der Tolino Shine im Gegensatz zum Kindle das weit verbreitete ePub-Format unterstützt und nicht zwangsläufig an einen Shop gebunden ist. (basicthinking)

Kindle oder Tolino? Das wird etwa in lesen.net oder digital-reader.com (hier sind die vielen Kommentare sehr interessant) diskutiert. Ein gewaltiger Nachteil hat der Tolino: Er bietet keinen Zugang für Self-Publisher.

Ich habe diese Woche einen Tolino in der Hand gehabt, bei Weltbild.

Über das Design lässt sich natürlich streiten. Was mich aber stört: es gibt keine Notiz- und Markier-Funktion. Für mich würde der Reader schon aus diesem Grund nicht in Frage kommen.

Bei der Konkurrenz auf der andern Strassenseite will man allerdings einen andern Reader verkaufen.

Einen ausführlichen Test findet man auf literaturcafe.de.

 Published by WebStory

Vier Links – 17.09.2012

  • Digitales Abitur mit Digital Ink – Versuch der “papierlosen Schule”
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    “Wenn heute in Bayern 1,72 Millionen Schülerinnen und Schüler wieder in ihre Klassenzimmer zurückkehren, sind auch 30 dabei, die im kommenden Frühjahr eine außergewöhnliche Hochschulreife ablegen werden: Mit Genehmigung des Kultusministeriums schreiben die Oberstufenschülerinnen und -schüler des Internatsgymnasiums Schloss Neubeuern im Landkreis Rosenheim ihre Abiturprüfungen im kommenden Mai und Juni nicht mehr auf Papier sondern mit Eingabestiften auf den Touchdisplays ihrer TabletPCs.”
    Quelle: TeachersNews
  • 12 Lessons Learned from 12 Years of Writing
    emu1w1ur
    ”Writing is hard.
    Writing something worth sharing is even harder.
    Writing something worth keeping — hardest.
    That’s twelve years of professional writing experience summed up in fifteen words.”
    Quelle: copyblogger
  • Privacy and the Social Web: 13 Resources
    4zajbijy
    ”Navigating the world of social media can be difficult to do while also protecting your privacy. Here are 13 articles and resources which discuss tips, tricks, and user’s rights that you’ll want to be aware of when using today’s social Web.”
    Quelle: Online Education Database
  • 50 Surprising Ways To Use Your Amazon Kindle
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    ”The Kindle is good. The Kindle is great. We surrender our will, as of this date! Amazon’s own ereader attracts its fair share of fans, but its potential stretches well beyond merely reading various ebook documents.
    In addition, numerous hacks and tricks exist to push the Kindle even further, either extending its life, saving money, or tacking on some brand new features. Enjoy a few random tips to pique ebook readers’ interest, some of which require a bit of hardware and software literacy, some of which can be executed with only one neuron firing.”
    Quelle: edudemic – via Online Education Database

Neues zum Kindle-Dokumentenservice

Vorletzte Woche habe ich ein Email von amazon bekommen mit dem folgenden Inhalt:

Da Sie den persönlichen Dokumentenservice für Kindle bereits genutzt haben, freuen wir uns, Ihnen einige Neuigkeiten zu diesem Angebot mitteilen zu können:

• Ihre Dokumente werden jetzt automatisch in Ihrer Kindle-Bibliothek gespeichert. (Ihre Kindle-Bibliothek können Sie auf der Mein Kindle-Seite (www.amazon.de/meinkindle) verwalten.)

• Sie können archivierte Dokumente nun jederzeit aus dem Archiv auf den/die Kindle, die in Ihrem Amazon.de Kundenkonto angemeldet sind, herunterladen. (…)

• Ab sofort können Sie, wie Sie es bereits von Ihren Kindle eBooks gewohnt sind, in Ihren persönlichen Dokumenten Notizen, Markierungen und Lesezeichen erstellen. Ihre Anmerkungen sowie die letzte gelesene Seite in Ihrem Dokument werden per Whispersync automatisch zwischen Ihren Kindle-Geräten synchronisiert. Ausgenommen hiervon sind PDF-Dateien.

Wir beabsichtigen, diese Funktionen in den nächsten Monaten auch für die Kindle Lese-Apps (Kindle für PC, Kindle für Mac, Kindle für iPhone/iPad/iPod touch und Kindle für Android) verfügbar zu machen.

Was heisst das nun konkret?

Bisher konnte man Markierungen, Annotationen und Leseposition nur bei Büchern automatisch synchronisieren, die man bei amazon gekauft hatte. Manuelle Synchronisation am PC war und ist natürlich weiterhin möglich, aber doch umständlich. Dies ist vor allem ein Problem, wenn man auf zwei oder mehr Geräten in einem Buch liest: etwa auf dem Kindle draussen im Garten, auf dem iPhone im Wartezimmer beim Zahnarzt und auf dem iPad zu Hause im Lehstuhl. Bei Büchern, die man bei amazon gekauft hat, ist dies kein Problem: ich kann im Wartezimmer beim Zahnarzt an der Stelle mit Lesen weiterfahren, an der ich beim Kindle stehen geblieben war. Alle Notizen, Kommentare sind ebenfalls sichtbar. Auf jedem Gerät kann ich Notizen und Markierungen machen. Diese werden anschliessend synchronisiert. Dieser Service klappt aber nur für Bücher, die über amazon gekauft worden sind, dies klappt auch für kostenlose Downloads, ausschlaggebend ist einfach, dass der Download über den amazon-shop erfolgt ist.

Ich kann persönliche Dokumente, Ebooks, die ich nicht bei amazon gekauft habe an meine persönliche Kindle-Email-Adresse senden, dann werden diese Dokumente in meine Kindle-Bibliothek aufgenommen. Anschliessend kann ich die Dokumente per WIFI, oder auch über 3g (allerdings kostenpflichtig) herunterladen und bearbeiten (Lesezeichen setzen, annotieren usw). Dies ist nicht neu. Neu ist nun aber, dass ich solche Dokumente annotieren, markieren kann und dass diese Markierungen, ebenfalls die aktuelle Leseposition, dann ebenfalls in der Amazon-Cloud synchronisiert werden, d.h. sie sind anschliessend auf allen Amazon-Geräten verfügbar.

Angekündigt wird in diesem Email, dass dieser Synchronisationsdienst in den nächsten Monaten über die Amazon-Kindle-Geräte hinaus auf die Kindle Lese-Apps ausgedehnt wird. Das würde dann bedeuten, dass die Synchronisation auch für iPhone, iPad und Android-Telefone gelten würde.

Das sind wirklich sehr gute Neuigkeiten.

Ich habe den neuen Dienst sofort ausprobiert und ein Ebook an meine Kindle-Bibliothek gesendet. Per WIFI konnte ich das Buch herunterladen. Anschliessend habe ich einige Markierungen gemacht und mit amazon synchronisiert. Schliesslich habe ich das Buch von meinem Kindle gelöscht. Dann wieder neu von amazon heruntergeladen und siehe da: die Anmerkungen waren noch vorhanden. Sie werden also tatsächlich in meiner Bibliothek bei amazon gespeichert.

Amazon plant E-Book-Flatrate

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Über slashdot und heise online kann man erfahren, dass Amazon in den USA offenbar eine Ausleihe von ebooks plant. Es kursieren Gerüchte, wonach ein Netflix-System für ebooks geplant sei. Das würde bedeuten, dass der Kunde für eine Jahrespauschale eine gewisse Anzahl von ebooks herunterladen und lesen kann.

Die Verlage sollen allerdings auf dieses Angebot skeptisch reagiert haben.

Weitere Quellen: The Telegraf, The Wallstreet Journal,

Neues zum Kindle

Über einen Tweet von literaturcafe bin ich auf die folgende Meldung von golem.de gestossen:

Kindle bald für 100 US-Dollar
Der Preis für den Kindle fällt weiter und der E-Book-Reader wird für Amazon immer wichtiger. Im nächsten Jahr macht der Geschäftsbereich zehn Prozent des Umsatzes von Amazon aus.

Gemäss einer Prognose von Mark S. Mahaney, Analyst bei der Citigroup Investment Research, werden in diesem Jahr 17.5 Millionen kindle-Geräte verkauft, im nächsten Jahr rechnet er mit 26 Millionen (allthingsd.com).

Die folgende Grafik zeigt den Preisabfall der kindle-Geräte:

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Im deutschen Shop von amazon wird der kindle mit Wi-Fi für EUR 139.- angeboten, das Gerät mit Wi-Fi und 3G für EUR 189.-, im amerikanischen Shop werden die entsprechenden Geräte für $ 139.- bzw. $ 189.- verkauft, also wesentlich billiger.

Zur falschen Zeit

Morgen beginnen die Lesungen an den Solothurner Literaturtagen. Also habe ich mir nochmals das Programm genauer angeschaut. Ich werde zuerst an der Lesung von Alain Claude Sulzer teilnehmen. Die Ankündigung hat mein Interesse für seinen Roman “Zur falschen Zeit” geweckt.

Erste interessante Feststellung: von der offiziellen Seite der Solothurner Literaturtage führt kein Link auf eine Seite des Autors oder das entsprechende Buch. Also beginne ich eine entsprechende Suche.

Auf der Startseite von buchhaus.ch findet man dann allerdings den entsprechenden Link. Schliesslich komme ich zu einem Link, über den ich das Buch kaufen kann.

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Innerhalb von zwei Werktagen ist das Buch versandbereit, ich kann es dann für CHF 26.- in der Filiale beziehen. Natürlich kann ich das Buch auch morgen vor Ort für CHF 28.90 beziehen.

Zweite interessante Feststellung: kein Hinweis auf ein mögliches ebook. Auf der Webseite hat es zwar einen Link “ebooks”, aber eine entsprechende Suche ergibt kein Resultat für Claude Alain Sulzer. Also kein ebook erhältlich?

Bei der Konkurrenz werde ich allerdings fündig. Es gibt das Buch als ebook.

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Für CHF 25.70 kann ich das Buch kaufen und direkt herunterladen. Ich spare also sage und schreibe 30 Rappen, wenn ich dieses Buch digital kaufe, natürlich verschlüsselt und nur auf meinem Gerät lesbar. Klar, auf dem iPad natürlich nicht, wäre ja zu schön.

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So wird das natürlich nichts mit den ebooks. Man findet sie nur mühsam, dann sind sie geschützt und schliesslich nicht billiger als die gedruckte Ausgabe. Aber es wird noch besser.

Zum Schluss versuche ich es noch bei amazon.de: siehe da, es gibt eine kindle-Version für EUR 16.99, dies entspricht nach heutigem Wechselkurs CHF 20.74.

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Wo ich nun wohl bestellen werde, wenn ich das Buch heute Abend auf dem iPad noch lesen möchte? Ich bestelle mit one-click bei Amazon, starte das kindle-app auf dem iPad -und siehe da, das ebook ist da. Es geht also doch, aber leider nicht über die herkömmlichen Buchhandlungen, schade.

Projekt Gutenberg auf dem Kindle

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Eben habe ich festgestellt, dass viele Bücher aus dem deutschen Projekt Gutenberg direkt auf den Kindle geladen werden können. Der Download erfolgt dann natürlich über Amazon.de:

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Das sind gute Neuigkeiten.

Über die englische Seite von Projekt Gutenberg ist übrigens der Download verschiedenster Formate schon seit längerer Zeit möglich. Hoffen wir, dass auch das deutsche Projekt Gutenberg demnächst andere Formate direkt unterstützen wird.

Kindle ebooks

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Seit dem 21. April dieses Jahres gibt es auf Amazon.de ein deutschsprachiges kindle-Angebot.

Heise online meldete gestern:

USA: Amazon verkauft mehr digitale als gedruckte Bücher. Amazon, 1995 als reiner Internetbuchhändler gestartet, verkauft in den USA mittlerweile mehr E-Books als konventionelle gedruckte Bücher.

In den USA soll Amazon mehr als 950’000 Titel zum Verkauf anbieten. Im deutschen Kindle-Store seien über 736’000 Titel verfügbar sein.

E-Books lassen Buchverlage bluten
Die Verkäufe physischer Titel schrumpfen zwischen 2010 und 2014 um jährlich fünf Prozent. Zwar explodiert der E-Book-Absatz in dem Zeitraum mit plus 40 Prozent regelrecht. Den Experten zufolge macht der Buchhandel die Umsatzausfälle bei gedruckten Werken dadurch aber nicht wett. Insgesamt schmelzen die Umsätze mit elektronischen und physischen Büchern um drei Prozent pro Jahr.

Dies verkündete schliesslich TeachersNews diese Woche. In den USA wird der Anteil der ebooks 2014, so lauten Prognosen, 14% der verkauften Bücher ausmachen.

Eben bin ich über einen tweet von literaturcafe.de auf eine Seite von Telepolis gestossen, die das Ende der gedruckten Bücher voraussagt:

Das Zeitalter des gedruckten Buchs geht dem Ende entgegen.

Kindle auf dem iPhone und dem iPod touch

Letzte Woche konnte man es immer wieder lesen: Kindle books sind nun auch auf dem iPhone und dem iPod touch lesbar. Auf der Webseite von amazon.com wird dies angekündigt. Auch im deutschsprachigen Raum ist vielfach darüber berichtet worden: etwa in der Computer Zeitung oder auf Spiegel online. Damit dürfte ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Durchsetzung von Ebooks vollzogen worden sein.

Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, wie ich ein Buch von Bruce Keener gesucht habe. Schon dort ist aufgefallen, dass die Kindle- Bücher die billigsten sind – aber ohne Kindle war damals nichts zu machen. Können wir nun endlich auch in Europa  diese Bücher auf dem iPhone lesen?

Ein kurzer Blick in den iTunes Store zeigt aber, dass der Download der Applikation nicht über das Schweizer Portal von iTunes möglich ist, man muss sich die entsprechende Software auf der amerikanischen Seite  holen und dies kann man bekanntlich nicht, wenn man nicht in den USA Wohnsitz hat. Damit ist klar, die Kindle-Bücher sind für den amerikanischen Markt gedacht, ich nehme an, dass die Software zudem gar nicht auf den deutschen Versionen des iPhone und des iPod touch laufen wird, und wahrscheinlich sind die Kindle-Bücher nur für amerikanische Kunden von amazon gedacht.

Europa bleibt also vorerst ohne Kindle.