schulischer Alltag

Die Pinnwand der Schüler

@P1140447

Beliebter als Facebook sind nach wie vor die Pulte. Hier hinterlässt man Spuren, die andere dankbar wieder aufnehmen. Wie viel Zeit habe ich doch schon investiert, um all die Spuren wieder zu beseitigen. Aber plötzlich beginnt alles wieder von vorne.

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Ordnungssysteme für Lehrer

In einem Blogbeitrag bei BlackMagicUniverse wird über Ordnungssysteme von Lehrern diskutiert. Der Autor spricht über die Alternativen nach Klassen/Jahrgangsstufen oder nach Themen zu sortieren. Verschiedene KommentatorInnen sprechen dann darüber, ob das eine oder das andere Ordnungssystem – oder beide gut seien.

Das ist der Nachteil der analogen Ordner: man kann die Blätter nur an eine Stelle einordnen, man könnte natürlich Kopien erstellen und diese dann an einer andern Stelle ablegen. Das würde bedeuten, dass gewisse Unterlagen an zwei oder noch mehr Stellen vorhanden wären. Bei Überarbeitungen müsste man dies natürlich beachten.

Ich ordne seit einiger Zeit digital, mit dem digitalen Ordnersystem von Leitz: ELO Office. Das System baut auf dem bekannten Ordner-System auf. Nur sind die Ordner jetzt nur noch als Symbole auf dem Bildschirm vorhanden. Im Unterschied zur Ordnerverwaltung unter Windows etwa, kann man nun Register in den Ordner einfügen, in die Register Unterregister usw, nach Gutdünken. Schliesslich kann man digitale Dokumente jeglicher Art ablegen – so wie man in einen Papierordner Blätter einfügt. Schliesslich kann man logische Kopien erstellen und in ganz unterschiedliche Register ablegen. So kann man also dieselben Unterlagen bequem nach Jahrgangsstufe und nach Klasse oder auch Thema einordnen. Bei einer Überarbeitung der Dokumente sind natürlich auch alle logischen Kopien betroffen. Zudem kann man natürlich bequem suchen, wenn man trotz Register etwas nicht finden sollte.

Ein wesentlicher Vorteil ist der Platzverbrauch. Ich habe alle Schulordner, die ich im Moment brauche, immer bei mir, sie sind auf einer kleinen Speicherkarte – sie füllen etwas 1 GB. Die Ordner aller Jahre sind auf einer externen Festplatte.

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Kein Netzzugriff auf den Stundenplan

Heute Morgen kam ein Schüler zu mir und erklärte, er habe die Unterlagen für mein Fach nicht hier. Seine Begründung: er habe heute Morgen die Homepage der Schule starten wollen, diese sei aber nicht zugänglich gewesen, also habe er den Stundenplan für den heutigen Tag nicht anschauen können. Da er nicht auswendig wisse, welche Fächer an diesem Tag unterrichtet werden, habe er einfach auf gut Glück gewisse Unterlagen mitgenommen und sei in die Schule gefahren. Dort habe er dann Schulkollegen getroffen, die ihn ins richtige Zimmer mitgenommen hätten.

Ich fragte ihn, ob er sich denn nicht einen Stundenplan ausgedruckt habe. Das habe er, sagte er mir, und zwar schon mehrmals, aber diese habe er immer wieder verlegt und verloren, das bringe ihm gar nichts.

Ist das die neue Generation, die sich fast blind auf das Funktionieren des Internets verlässt? Sicher ist dieser Schüler noch eine krasse Ausnahme, wer weiss aber, wie das in einigen Jahren sein wird.

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Die Tücken des digitalen Zeitalters

Heute habe ich eine Mahnung bekommen, weil ich ein Formular nicht zeitgerecht abgegeben habe. Die Mahnung kam per Email von unserem Sekretariat – nebenbei gesagt, an eine alte Email-Adresse. Auf meine Frage, wann die entsprechende Aufforderung zum Ausfüllen des Formulares denn eingetroffen sein sollte, konnte man mir keine Antwort geben, man wusste es nicht.

Ich habe sorgfältig recherchiert und herausgefunden, dass weder per Email

noch auf unserem internen Informationssystem GISY

eine entsprechende Mitteilung verschickt worden ist. Ich vermute, dass es entweder eine mündliche Mitteilung anlässlich einer Konferenz oder aber ein schriftliche Mitteilung im Postfach

gewesen ist. Schon vor einiger Zeit habe ich auf das Problem der verschiedenen Kanäle unserer Informationen aufmerksam gemacht.

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Tafelputzen

Bei Herrn Rau habe ich dieses wunderbare Video gesehen.

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Gescheiterte Logins

Gestern habe ich mit einer Klasse eine kleine Übung im Computerraum gemacht. Sie hatten als Hausaufgabe einen Text verfassen müssen. Kurz vor Ende der Lektion mussten die Schüler ihre Texte abtippen und dann auf unser moodle hochladen. Das haben wir schon einige Male gemacht, also eine Routineangelegenheit, wie es scheint.

Aber: zwei hatten die Hausaufgaben zu Hause vergessen, einer hatte sie nicht gemacht. Das Hauptproblem aber war ein anderes. Nachdem ich meinen Computer gestartet und mich in moodle eingeloggt hatte, sah ich folgendes Bild:

Logins

18 gescheiterte Logins von 6 Nutzer/innen. Einige Minuten später nochmals:

Logins1

Sie hatten entweder ihren Anmeldenamen oder ihr Passwort vergessen. Sind das unsere digital na(t)ives?

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Das störende Ticken der Uhr

Neulich vor einer Probe hat mich eine Schülerin gefragt, ob ich nicht die Uhr im Schulzimmer entfernen könne, das Ticken störe sie. Ich war etwas erstaunt, da sonst gerade die Schüler dieser Klasse praktisch immer die weissen Kopfhörer im Ohr tragen.

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Heute nun hat dieselbe Klasse einen Aufsatz geschrieben. Einige Schüler haben mich gefragt, ob sie nicht Musik hören könnten zu dieser Arbeit.

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Aufsatz auf dem Laptop

Heute Morgen war es soweit, die erste Klasse hat einen Aufsatz bei mir auf dem PC geschrieben. 8 Schüler haben ihren eigenen Laptop mitgebracht,weil sie lieber mit dem für sie gewohnten Gerät schreiben wollten, die andern schrieben auf einem PC im Computerraum. Die Schüler selbst hatten dies gewünscht, zuerst wollen nur wenige, dann immer mehr, schliesslich wollte nur noch eine Schülerin ihren Aufsatz von Hans schreiben. Aber auch sie schrieb dann mit dem PC. Meine Schreibbogen blieben ungenutzt.

Die Schüler mussten einen normalen Erörterungsaufsatz schreiben, u.a. zum Thema "Schule ohne Noten?".

Hier einige Eindrücke.

Aufsatz02

Aufsatz03 Aufsatz04

Was mir aufgefallen ist:

  • Es herrschte eine sehr ruhige Athmosphäre, es war sogar ruhiger als während einer normalen Aufsatzstunde.
  • Die Schüler wirkten lockerer, es gab eigentlich keinen zeitlichen Stress, die für viele sehr aufwändige Reinschrift war nicht mehr nötig.
  • Viele arbeiteten zuerst traditionell mit Notizpapier, erstellten dort grafisch ein Brainstorming. Andere machten auch diese Gliederungsarbeit bereits mit dem Computer.
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Elektronische Geräte in einer Schulklasse

Diese Woche während einer Pause habe ich die Schülerinnen und Schüler mit ihren iPods und Handys beobachtet. Ich habe sie daraufhin gebeten, ihre elektronischen Geräte auf ein Pult zu legen. Hier die Aufnahme. Die Geräte stammen von einer Klasse im 10. Schuljahr aus dem Wirtschaftsprofil der Kanti Solothurn.

electronics

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Mobiltelefone bei den Erstgymelern an unserer Schule

Mobilephones

Als ich heute Morgen ins Schulhaus kam, traf ich an einem runden Tisch in einer Loggia in unserem Schulhaus fünf junge Erstgymeler (6. Schuljahr). Alle blickten gespannt auf ihr Handy und schienen mit irgendwelchen Spielen beschäftigt zu sein. Sie wirkten etwas irritiert, als ich sie fragte, was sie denn spielen würden. Ich fragte sie, ob sie das Handy auch für schulische Zwecke einsetzen würden, wenn es möglich wäre, etwa um Franz- oder Lateinwörter zu lernen. Alle bejahten das sofort. Das wäre doch einen Versuch wert.

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