Solothurner Literaturtage

Arno Geiger im Tagesgespräch bei Radio DRS

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Am Freitag, 3.6.2011, war Arno Geiger zu Gast im Tagesgespräch bei Susanne Brunner im Radio DRS. Die Aufnahme wurde in Solothurn während der Literaturtage gemacht.

Das Podcast kann hier hier heruntergeladen oder angehört werden.

Aus der Ankündigung:

Sein Buch “Der alte König in seinem Exil” ist auch bei uns ein Verkaufsrenner: ein Buch über seinen Vater, der an Demenz erkrankt ist. Alzheimer als Bestseller?

Solothurner Literaturtage – Fakt und Fiktion

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Ich muss zugeben, ich bin reingefallen. Gestern las ich im Blog der Literaturtage:

Als “Roter Faden” durch die diesjährige Solothurner Literaturtage zieht sich das Motto “Fakt & Fiktion”. In einer Abschluss-Diskussion am Sonntag um 14 Uhr im Landhaussaal wird noch einmal auf das Thema eingegangen. (…)
Noch radikaler stellt sich die Frage nach Dichtung und Wahrheit in diesem Literaturblog: Wer ist Beat Arnold? Handelt es sich um eine reale Person oder um ein Pseudonym? Wenn letzteres, von wem? (…)
Jedenfalls haben wir es hier mit einem interessanten Phänomen zu tun, wird doch die Frage nach Wahrheit und Dichtung gleichsam verkehrt: Ausgangspunkt ist nicht mehr die Literatur und die Frage nach ihrer Verankerung in der Realität. Sondern umgekehrt wird versucht, mittels Fiktion Einfluss auf die Realität zu nehmen, sie wie ein Stoff zu modellieren und zu formen. (…)
Dieser Ansatz dünkt uns so spannend, dass wir ihn am Sonntag an der abschliessenden Podiumsgespräch im Landhaussaal ebenfalls diskutieren möchten. Deshalb haben wir neben Jürg Amann, Corina Caduff, Wilfried Meichtry und Eva Menasse neu auch “Beat Arnold” / Urs Engeler eingeladen sowie Urs Richle, Fachmann für interaktive und intermediale Fiktion.

Da habe ich also darauf gewartet, dass das Geheimnis um Beat Arnold gelüftet wird, ich war gespannt auf Urs Engeler und Urs Richle, den Fachmann für interaktive und intermediale Fiktion.

Keine dieser Personen war anwesend, kein Wort davon, um 14:00 fand ein völlig normales Schlusskolloquium statt. Die Autoren stellten ihr Werk und sich selbst im Spannungsfeld zwischen Fakt und Fiktion vor. Wenn man die Lesungen bereits besucht hatte, dann wiederholten sich die Aussagen zu diesem Thema nun. Luzia Stettler führte souverän durch das Thema, auch wenn dies nicht immer ganz einfach war.

Es bleibt die Frage, wer Beat Arnold ist.

Zur falschen Zeit

Morgen beginnen die Lesungen an den Solothurner Literaturtagen. Also habe ich mir nochmals das Programm genauer angeschaut. Ich werde zuerst an der Lesung von Alain Claude Sulzer teilnehmen. Die Ankündigung hat mein Interesse für seinen Roman “Zur falschen Zeit” geweckt.

Erste interessante Feststellung: von der offiziellen Seite der Solothurner Literaturtage führt kein Link auf eine Seite des Autors oder das entsprechende Buch. Also beginne ich eine entsprechende Suche.

Auf der Startseite von buchhaus.ch findet man dann allerdings den entsprechenden Link. Schliesslich komme ich zu einem Link, über den ich das Buch kaufen kann.

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Innerhalb von zwei Werktagen ist das Buch versandbereit, ich kann es dann für CHF 26.- in der Filiale beziehen. Natürlich kann ich das Buch auch morgen vor Ort für CHF 28.90 beziehen.

Zweite interessante Feststellung: kein Hinweis auf ein mögliches ebook. Auf der Webseite hat es zwar einen Link “ebooks”, aber eine entsprechende Suche ergibt kein Resultat für Claude Alain Sulzer. Also kein ebook erhältlich?

Bei der Konkurrenz werde ich allerdings fündig. Es gibt das Buch als ebook.

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Für CHF 25.70 kann ich das Buch kaufen und direkt herunterladen. Ich spare also sage und schreibe 30 Rappen, wenn ich dieses Buch digital kaufe, natürlich verschlüsselt und nur auf meinem Gerät lesbar. Klar, auf dem iPad natürlich nicht, wäre ja zu schön.

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So wird das natürlich nichts mit den ebooks. Man findet sie nur mühsam, dann sind sie geschützt und schliesslich nicht billiger als die gedruckte Ausgabe. Aber es wird noch besser.

Zum Schluss versuche ich es noch bei amazon.de: siehe da, es gibt eine kindle-Version für EUR 16.99, dies entspricht nach heutigem Wechselkurs CHF 20.74.

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Wo ich nun wohl bestellen werde, wenn ich das Buch heute Abend auf dem iPad noch lesen möchte? Ich bestelle mit one-click bei Amazon, starte das kindle-app auf dem iPad -und siehe da, das ebook ist da. Es geht also doch, aber leider nicht über die herkömmlichen Buchhandlungen, schade.

Angelus novus im Zentrum Paul Klee

Letzte Nacht war ich zu Besuch im ZPK in Bern. Mein Interesse war durch die Darbietung von Carl Djerassi während den Solothurner Literaturtagen sehr stark gestiegen. Warum hatte Walter Benjamin das Bild "Angelus novus" in Paris zurückgelassen? Was hat Klee mit seinem "Angelus novus" dargestellt? Mit dieser Frage konfrontierte uns der amerikanische Wissenschaftler und Schriftsteller in Solothurn. Wie sieht das Bild im Original aus, das vor den Nazis versteckt worden ist und das schliesslich den Weg zu Adorno nach New York gefunden hat?

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Kurz vor Mitternacht komme ich ins Zentrum Paul Klee. 20 bis 30 Personen sind in den Hallen – eine familiäre Atmosphäre. Man hat genügend Platz, um sich die Bilder in der Ausstellung in aller Ruhe anzuschauen. Auch vor besagtem Bild sind kaum Besucher.

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(Paul Klee, Angelus novus, 1920, Ölpause und Aquarell auf Papier auf Karton, 31,8 x 24,2 cm – The Israel Museum, Jerusalem, Schenkung John und Paul Herring, Jo Carole und Ronald Lauder, Fania und Gershom Scholem)

Wen stellt dieser Engel dar? Mit dieser Frage gehe ich zum Konzert von Dänu Brüggemann. Nur wenige Zuhörer sind um diese Zeit noch hier.

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Im Hintergrund an der Wand steht:

"Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm."

Walter Benjamin

Ist dies also das Geheimnis des Angelus novus? Oder ist dieser Engel der Verkünder des neuen Deutschlands, der 1919 und 1920 als erfolgloser Maler tätig war und dann als politischer Agitator berühmt wurde? Dies jedenfalls meint Djerassi.

Solothurner Literaturtage: Michel Mettler

Im Tagesgespräch vom Freitag, 26. Mai 2006, auf DRS1 ist ein Gespräch mit Michel Mettler zu hören.
Auf der Homepage von DRS 1 liest man:

“Auch in diesem Jahr treffen sich am Auffahrts-Wochenende an den Solothurner Literaturtagen Schweizer und ausländische Autorinnen und Autoren, Kultur-Grössen, Bekannte und weniger Bekannte im Literaturbetrieb.
Einer von ihnen ist Michel Mettler aus Brugg im Kanton Aargau. Sein erstes Buch «die Spange» ist nach zehn Jahren Arbeit nun erschienen, prominent beim Suhrkamp-Verlag. Emil Lehmann besucht Michel Mettler für das Tagesgespräch in Solothurn.”

 

Die Sendung kann man hier als mp3 downloaden.

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