Visualisierung

Namensverteilung geografisch visualisieren

Durch puren Zufall bin ich heute auf die Seite verwandt.ch gestossen, wo man u.a. die Verteilung von Namen auf einer Karte visualisieren kann. Das Tool arbeitet mit den Telefonbucheintragungen und überträgt diese anschließend auf eine Karte. Dasselbe kann man auch in anderen Ländern machen, etwa in Deutschland.

Auf derselben Seite kann man online auch einen Stammbaum erstellen, klickt man diese Option an, dann wird man auf myheritage.de/ umgeleitet.

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Verschiedene Medien im Einsatz

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Heute ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich im Verlaufe des Morgens wieder einmal drei verschiedene visuelle Medien eingesetzt habe: Hellraumprojektor, Beamer und Wandtafel. Die Wandtafel benütze ich täglich, ebenso den Beamer. Den Hellraumprojektor hingegen werde ich wohl nächstens einmal entsorgen, der Einsatz heute war doch eher eine Ausnahme.

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Beamer und Powerpoint als Problem

In einem Blogbeitrag „Die Wand zwischen den Studierenden und mir hat einen Namen“ hat Gabi Reinmann, Professorin für Medienpädagogik an der Universität Augsburg und Professorin für Lehren und Lernen mit Medien an der Universität der Bundeswehr München, darauf aufmerksam gemacht, dass sie bei Veranstaltungen ohne Beamer viel mehr Aufmerksamkeit, größere Ruhe gehabt habe und dass ein relativ großer Teil der Studierenden sogar rege diskutiert hat. Als sie aber in einer folgenden Veranstaltung den Beamer eingeschaltet habe, sei es wesentlich unruhiger geworden und die Teilnehmenden seien weniger aufmerksam gewesen. Warum das? Für Gabi Reinmann ist klar der Beamer schuld daran.

In den Kommentaren zu diesem Beitrag wird der Fokus nun sehr schnell auf PowerPoint verschoben. Schuld sei also nicht der Beamer, sondern die Powerpoint-Folien. In einem Kommentar von Robert Aust wird schließlich auf eine Studie von Prof. Nieke an der Uni Rostock verwiesen. Der Kommentator bemerkt dann

Die Pressemitteilung ist zwar etwas dürftig, bei Nachfrage schickt Herr Prof. Nieke aber den vorläufigen Bericht.

In der Tat wird auf der Seite, die den Titel trägt „Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Wolfgang Nieke„, einfach Folgendes behauptet:

Rostocker Wissenschaftler unter Leitung von Professor Wolfgang Nieke, haben jetzt herausgefunden, dass die so weit verbreitete Art, seine Vorträge zu untermalen, die schlechteste aller möglichen Varianten ist, weil bei den Zuhörern im Vergleich am wenigsten im Gedächtnis bleibt. Das Arbeitsgedächtnis wird unnötig belastet, denn es hat laut  Rostocker Wissenschaftler, „eine beschränkte Kapazität“. Den Lernenden gehen so viele wichtige Informationen verloren. Am besten – und da ist die Überraschung perfekt – schnitt die gute alte Präsentation mit Folie und Overhead-Projektor ab. Das hat die beste Wirkung auf den Lerneffekt. Auf Platz 2 kommt der Vortrag.

Die Studie ist nicht einsehbar. Ich gehe davon aus, dass sie existiert, aber ohne Detailwissen sollte man doch eher abwartend reagieren.

Interessant ist nun, dass offenbar einige Kommentatoren, ohne die Studie genau zu kennen, also nur auf der Grundlage dieser rudimentären Mitteilung ihre gewagten Schlüsse ziehen.

So liest man auf einer Seite mit dem Titel „Power-Point-Präsentationen schaden Lernerfolg“ bei pressetext.com etwa

Der Lernerfolg bei Power-Point-Präsentationen ist im Vergleich zu Overhead-Folien und dem klassischen Vortrag kleiner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Lehrstuhls für Pädagogik der Universität Rostock.

Auch auf der Seite karrieretrends.de liest man genau dasselbe unter dem Titel „Power-Point-Präsentationen nicht immer gut fürs Denken“.

Dieselbe Meldung wird ebenfalls auf paradisi.de, auf news4teachers.de und krone.at, um nur einige zu nennen. Eine Suche auf google zeigt, wie viele Seiten den Text der Webseite der Uni Rostock einfach übernommen haben.

Wesentlich kritischer geht der Lehrerfreund im Beitrag „Kein Lerneffekt – Powerpoint-Präsentationen: Da rein, da raus„ vor. Hier wird einerseits auf die Kognitionspsychologie, auf Richard E. Mayer und John Sweller verwiesen. Diese Forscher verwiesen darauf, dass „die synchrone Präsentation von identischen Text- und Bild-Inhalten“ das Arbeitsgedächtnis überlaste. Dies gelte allerdings, so der Lehrerfreund, nur für komplexe Inhalte.

Powerpoint-Präsentationen des Alltags („Das Leben Goethes“, „Entwicklung unserer Umsatzzahlen“, „Der Regenwald“) sind in der Regel inhaltlich anspruchslos und damit einfach zu verstehen. Selbst wenn man während der Präsentation die Informationen noch über einen dritten Kanal vermittelt bekäme (z.B. mit Akupunkturnadeln in Blindenschrift auf die Haut), könnte man problemlos folgen und den Transfer ins Langzeitgedächtnis leisten.

Wo liegt also das Problem, wenn die Zuhörer bei solchen einfachen Alltagsthemen der Schule nicht aufpassen?

Die Ursache für die Studienergebnisse von Prof. Nieke ist vielmehr darin zu sehen, dass sich beim Präsentieren mit Powerpoint einige stumpfsinnige Konventionen eingebürgert haben, zum Beispiel:

– Verwendung von Aufzählungslisten (Bullet-Listen)
– Ãœberfrachtung der Folien mit Text
– Folien werden vorgelesen
– Visualisierung wird ersetzt durch Text

Dadurch werden Vorträge zu ultralangweiligen, undynamischen Veranstaltungen, die weder Interesse erzeugen noch die Inhalte eingängig vorstellen.

Dem ist wirklich nichts mehr beizufügen. Schöne Beispiele runden den guten Artikel aus dem Lehrerfreund ab.

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Atelier „Visualisierungen mit dem Computer erstellen“

An der diesjährigen Impulstagung der PH Bern habe ich zwei Ateliers gestaltet zum Thema: "Visualisierungen mit dem Computer erstellen". Ich habe auf die Wichtigkeit von Visualisierungen für das Verständnis hingewiesen. Die Unterlagen für die Veranstaltung findet man hier.

Visualisierungen lässt man im Unterricht allerdings normalerweise gerade nicht mit dem Computer erstellen, weshalb die Frage auftaucht, warum man da den Computer einsetzen sollte. Mindmaps, Conceptmaps, Brainmaps sind allerdings Anwendungen, die wir auf dem Computer relativ einfach und bequem erstellen können. In meinem Atelier habe ich das Schwergewicht auf die Visualisierung von Argumentationsstrukturen gelegt.

Ein erstes Programm, das man in diesem Zusammenhang erwähnen muss, ist  IHMC CmapTools. Weitere kostenlose Mindmapping-Programme gibt es auch eine ganze Reihe, ich bin im Atelier auf Mindmeister und wisemapping eingegangen.

Bei den Visualisierungsprogrammen für Argumentationsstrukturen bin ich auf Rational von Austhink Software eingegangen. Dieses Programm ist zwar nicht kostenlos, aber es bietet allerhand für seinen Preis. Das folgende Bild zeigt das Beispiel einer solchen Visualisierung.

argumentation

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Konflikte szenisch darstellen

Vor einiger Zeit schon habe ich mit einer Klasse moralische Konfliktsituationen szenisch dargestellt. Die Gruppen haben ein Drehbuch verfasst, die Szenen anschliessend vor der Klasse gespielt. ich habe sie für die Nachbearbeitung aufgenommen.

Die Klasse hat gewünscht, dass die Videos zugänglich gemacht werden. Aus diesem Grund stelle ich hier ein Video als Beispiel vor: diese Gruppe stellt einen innern Konflikt szenisch dar.

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Visualisierung von Wikipedia

In einigen Blogs hat man einen Hinweis auf die Seite von WikiMindMap finden können. Mit diesem genialen Programm kann man sich Wikipedia-Einträge als Mindmap visualisieren lassen, d.h. die verlinkten Einträge, aber auch das gesamte Inhaltsverzeichnis des Beitrags wird als Mindmap dargestellt. Auf diesem Mindmap kann man dann auch bequem weiter navigieren.

Hier das Beispiel einer solchen Visualisierung zum Begriff Solothurn

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