iLiad ER 0100 - ein neues Lesegerät für Ebooks

Montag, 29. Oktober 2007


Wie man einer nicht mehr ganz neuen Pressemitteilung entnehmen kann, wurde zum Start der Frankfurter Buchmesse von libri.de ein neues Ebook-Lesegerät vorgestellt. Man bietet es für 649 EUR an, darin enthalten sind 100 EUR Gutschrift für Ebooks.

Das Lesegerät ist taschenbuchgroß und 1,5 cm dick. Es stellt schwarz-weiß Text gestochen scharf dar und bietet seinen Nutzern einen ganz neuen Lesekomfort.

So lautet der Werbetext. Auf dem dazugehörenden Foto sind zwei junge Damen zu sehen. Die eine sitzt eigentlich vor ihrem Laptop, beugt sich jetzt aber zu der Nachbarin, die vor einem solchen iLiad-Gerät sitzt.

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Hinten sitzen Jungs vor dem Laptop. Die Botschaft soll ankommen: die Jungs gamen auf dem Laptop, die Mädchen lesen auf einem iLiad.

Aber das alles kennen wir doch schon. Vor einigen Jahren habe ich in meiner damaligen Euphorie ein Rocket Ebook gekauft. Der Preis war etwas günstiger als dieses neue Gerät. Ich habe Ebooks gekauft, die sich dann nur auf diesem Gerät lesen liessen. Einige Zeit später verkaufte die Firma ihr Produkt an eine grössere Firma, diese gab das Produkt knapp ein Jahr später auf. Ein Jahr Garantie, dann war der Support zu Ende. Die Foren, in denen sich die stolzen Besitzer des RocketEbooks trafen, wurden leerer und leerer, schliesslich sind sie ganz verschwunden. Nun habe ich noch einige gekaufte und kopiergeschützte Bücher, die ich so lange noch lesen kann, wie mein Lesegerät funktioniert.

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Dieses neue Produkt wird sich ebenfalls schwerlich durchsetzen. Zum einen steht und fällt alles mit der Auswahl an Ebooks, die für dieses Gerät zur Verfügung gestellt werden. Schaut man sich beim Anbieter dieses iLiad mach Lesefutter um, dann stellt man ernüchternd fest, dass die üblichen alten Bestseller zum Kauf angeboten werden, selbstverstänlich kann der neue Harry Potter nur in Buchform bestellt werden. Wenn aber die neusten Bestseller nicht erhältlich sind, dann wird es schwer.

Schliesslich muss das Verschlüsselungsverfahren einfach sein für den Kunden. Es sollte doch möglilch sein, dass ich ein Ebook auf verschiedenen Geräten lesen kann, wenn das Buch nun wieder gerätegebunden ist, wie dies schon beim RocketEbook gewesen ist, dann riskiere ich als Kunde, dass ich meine Bücher genau so lang lesen kann, wie es die Firma noch gibt. Der Preis der Bücher ist aber identisch mit dem Preis der gedruckten Bücher, also müsste ich eine längere Haltbarkeit dieser Inhalt erwarten.

Apple hat dem iPod vorgemacht, wie ein gutes Konzept für digitale Inhalte aussieht. Es müsste doch möglich sein, auch digitale Bücher auf diese Art zu vermarkten. Die Verlage tun sich aber offenbar schwer mit der Freigabe von digitalen Büchern. Bestseller wie die Harry Potter-Bücher sind allerdings jeweils schon kurz nach ihrem Erscheinen als illegale pdf-Dateien im Netz erhältlich. Es gibt offenbar Leute, die diese Bücher in kürzester Zeit digitalisieren. Die Verlage würden sicher mittel- und langfristig ein besseres Geschäft machen, wenn sie neue brauchbare Konzepte für digitale Bücher erarbeiten würden.

Adobe Digital Editions

Samstag, 29. September 2007


Man stelle sich folgende Situation vor: man geht eines Morgens zum Büchergestell, holt sich ein Buch heraus, das man vor längerer Zeit gelsen hat. Man hat das Buch damals annotiert, man hat einige Buchzeichen hineingelegt und sich viele Kommenatare direkt in das Buch gelegt. Man nimmt also dieses Buch, zuerst sieht man einmal gar nichts, man hat die falsche DRM-Brille erwischt. Man kann nämlich jedes Buch mit maximal 7 Brillen lesen. Man findet also eine der Brillen, für die man eine Leselizenz hat. Man erkennt nun also den Text, aber die Kommentare und Buchzeichen sind alle weg. Einfach verschwunden.

digital editions

So geschehen mit Adobe digital editions - ich habe das Programm hier schon einmal vorgestellt, dem DRM-Programm zur Version 8.0 von Acrobat. Da kann die schöne Oberfläche nicht darüber hinwegtäuschen, dass man mit einer solchen DRM-Verschlüsselung dem Hersteller auf Gedeih und Verderben ausgeliefert ist. Alle meine Kommentare und Annotationen, die ich mit dem Acrobat Readers 7.0 gemacht habe, sind einfach weg. Immerhin sieht man noch ein kleines Symbol dort, wo ich einen Kommentar oder eine Markierung ins Buch eingefügt habe. Die Kommentare aber, und vor allem ach alles Markierte ist einfach weg. Und das in Büchern, die man für teures Geld erworben hat!

Mich erstaunt es überhaupt nicht, dass die digitalen Bücher den Durchbruch einfach nicht schaffen wollen. Mit solchen Sicherheitsbestimmungen verärgert man jeden Kunden. Wenn ich schon für das digitale Buch den gleichen Preis bezahle wie für die Druckversion, so möchte ich doch auch den gleichen Komfort haben.

Steve Jobs fordert von Musikindustrie Verzicht auf Kopierschutz

Donnerstag, 15. Februar 2007

Die Musikbranche klagt über riesige Gewinneinbrüche und sieht den Grund klar in der Verbreitung von Raubkopien. Mit immer besserern Kopierschutzmassnahmen soll gegen das illegale Kopieren vorgegangen werden. Jetzt macht Steve Jobs von Apple einen neuen Vorstoss. Er fordert die Branche auf, ganz auf solche Kopierschutzmechansismen zu verzichten. Den ganzen Artikel von Jobs kann man hier nachlesen.

Nachtrag aus PC-Welt online"Gegenüber der Zeitung USA Today erlärte Dave Goldberg: "Die Labels wissen, dass DRM fort muss." Weiter sagt er der Zeitung: "Es ist nichts als eine Belastung für den digitalen Konsumenten. Es gibt ein großes Momentum, dass DRM abgeschafft wird."