Notenschlüssel online berechnen

Mittwoch, 4. November 2009


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Der Lehrerfreund bietet hier die Möglichkeit, online aus Punkten oder Fehlern Noten zu berechnen. Die meisten Kollegen werden dies wahrscheinlich über ein Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel selber machen – oder sie haben vielleicht noch Papiertabellen. Aber trotzdem, vielleicht ist man ja doch froh, wenn man seine eigene Tabelle mal überprüfen kann. Der Schlüssel kann übrigens an die verschiedenen Notensysteme angepasst werden.

Lehrer diskutieren in einem Blog

Mittwoch, 28. November 2007


Gestern bin ich von einem Schüler mit Kritik konfrontiert worden, nichts Spezielles eigentlich. Die Art der Kritik war allerdings speziell. Der Vorwurf lautete, dass die Schüler dieser Klasse im Unterricht "nichts machen" würden. Da wir in der letzten Zeit viel gelesen, viel geschrieben, viel Textarbeit geleistet haben, schien mir dieser Punkt recht eigenartig. Ich hakte nach. Es kam folgendes raus:

In einer andern Klasse, die der Kritiker gut kennt, würden die Schüler aus dem Schulhaus gehen, Dinge tun, die mit dem Unterricht nicht mehr direkt zu tun haben. Man besucht Veranstaltungen, schreibt Drehbücher, vor allem verlässt man das Schulhaus.

Was habe ich mit dieser Klasse getan? Wir haben viel gelesen, wir haben uns mit grammatischen und stilistischen Problemen herumgeschlagen. Wir haben Sequenzen aus einem Buch dramatisiert und szenisch dargestellt. Wir sind meist im Schulzimmer, manchmal im Computerraum, wir arbeiten an und mit Texten. Ich greife zu Methoden der Visualisierung, ich setze Videos, Podcasts ein. Da fällt mir so nebenbei ein, einmal haben die Schüler einen Prosatext dramatisieren und dann aufnehmen müssen. Aber wir arbeiten meist im Schulzimmer. Wir arbeiten an und mit Texten. Das ist nicht immer abwechslungsreich, vor allem dann, wenn man die Texte nicht auf Anhieb versteht.

Dies zur Ausgangslage. Gestern Abend habe ich einen Beitrag von Norberto42 gelesen. Ich schätze die Beiträge dieses pensionierten Lehrers sehr. Sein Thema passte zu meinem. In seinem Beitrag geht es um die Tendenz in modernen Schulbüchern, Texte wirkungsvoll in Szene zu setzen, aber nicht wirklich zu diskutieren. Also habe ich einen Beitrag geschrieben und bin auf das Thema, das ich oben angeschnitten habe eingegangen. Heute Morgen hat ein weiterer Lehrer, Markus Märkl, der auch in meinem Blog schon Kommentare geschickt hat, einen neuen interessanten Diskussionsbeitrag verfasst. Auch Norberto42 hat sich diesen Morgen wieder gemeldet:

Liebe Kollegen,
ich freue mich über die Zustimmung und befürchte, das wir einen Stil des Unterrichtens repräsentieren (resp. dass ich repräsentiert habe), der nicht "modern" ist, sondern auf Nachhaltigkeit setzt, dafür auf Schnickschnack verzichtet.
Vielleicht kann man es mit dem Kollegen Jakob dahin formulieren: Konzentration vs. Zerstreuung?

Was mich an diesem Beispiel besonders fasziniert: Da kommen drei Berufskollegen aus unterschiedlichen Regionen und Ländern zu einer öffentlichen Diskussion zusammen. Mir hilft es, eine kleine Auseinandersetzung auf völlig anderer Ebene weiterzuführen. Vielen Dank an Norberto42 und Markus.

ICT im Unterricht - überfordern wir die Lehrkräfte?

Freitag, 2. November 2007


Letzten Samstag war ich an der Tagung UNM (Unterricht mit neuen Medien) an der PH in Zürich. Einer der Hauptreferenten, Thomas Merz von der Pädagogischen Fachhochschule Zürich, sprach zum folgenden Thema: "Die Schule bewegt sich – aber reicht das Tempo?" Er meinte, dass das Tempo bei der Einführung der neuen Medien in den Unterricht nicht ausreiche. Man habe zwar viel getan, aber das reiche noch nicht. Er wünschte sich, dass der Unterricht mit neuen Medien viel schneller in die Schulzimmer kommen müsse. Andere Redner unterstützten dies. Von den Politikern verlangte er, dass sie Verbindlichkeiten in die Lehrpläne bringen müssten, dass sie aber auch Geld dafür einplanen müssten.

Wieder zu Hause im eigenen Schulhaus: heute wurde ich mit der Aussage konfrontiert, dass wir mit unserem Tempo im Bereich ICT die Lehrer überfordern würden. Unser Tempo: die Schulzimmer werden mit Beamern ausgestattet, wir verfügen über ein digitales Informationssystem für die Lehrerschaft, die Noteneingabe funktioniert digital, schliesslich haben wir vier Computerräume mit insgesamt ca. 70 Arbeitsplätzen - für 1500 Schülerinnen und Schüler. Wir haben Einführungskurse in Powerpoint, Word, Excel, Educanet2, WIKI und Podcasts für Lehrkräfte angeboten.

Überfodert dies einen Mittelschullehrer? Wir befinden uns nicht mehr in der Karmann-Zeit, unser Standard heute sind die komplizierten technisch hochgerüsteten Corsas. Wenn wir da noch mithalten wollen, dann müssen wir wohl oder übel uns mit diesen Neuerungen auseinander setzen. Es gibt kein Anhalten, Verschnaufen mehr. Die Digitalisierungswelle reisst alles mit.

Reicht das Tempo, mit dem ICT in unsere Schulzimmer kommt? Nein, es reicht nicht. Wenn wir medienkompetente Maturandinnen und Maturanden wollen, dann müssen wir gewaltig Tempo zulegen. In einem Diskussionsbeitrag im WIKI der Glarner-Schulen habe ich folgenden Diskussionsbeitrag gefunden, der vor vier Jahren geschrieben worden ist:

 .....Beobachte ich Kinder am Computer, so fällt mir auf mit welcher Selbstverständlichkeit die meisten, ohne Schwellenangst, ein neues Programm erkunden. Gameboys und andere elektronische Spiele erleichtern ihnen den Einstieg in die Computerwelt. Ich glaube auch, dass es an uns Erwachsenen liegt, dass die Integration dieses Mediums nur stockend voran kommt. Vielleicht sollten wir mehr Mut haben, die Jungendlichen einfach machen zu lassen und von ihrem Wissen zu profitieren.

Beitrag vom 1. September 2003

Fragebogen für Lehrpersonen oder solche, die es werden wollen

Samstag, 2. Juni 2007

Auf der Seite des Verbandes Bildung und Erziehung habe ich verschiedene Fragebogen gefunden, mit denen sich eine Lehrperson selber testen oder ihre Schüler zur Lehrtätigkeit befragen kann. Neben den eigentlichen Fragebogen als pdf-Dateien hat es jeweils auch längere Anwendungshinweise.

Zudem hat es auch noch einen Fragebogen für Interessenten am Lehrerberuf.

Tinnitus bei Lehrern

Donnerstag, 1. März 2007

Überdurchschnittlich viele Lehrer und Erzieher seien von Tinnitus betroffen, so liest man im Lehrerfreund. Eine Nachfrage meinerseits hat dies bestätigt. Lehrer sind in ihren Schulzimmern enorm hohen Lärmbelastungen zuweilen über längere Zeit ausgesetzt.


"Tinnitus bei Lehrern" vollständig lesen

Lehrer zieht einen perfekten Kreis an die Wandtafel

Dienstag, 23. Januar 2007

Auf dieser Seite habe ich dieses wunderbare Video entdeckt, auf dem ein Lehrer zu sehen ist, der einen perfekten Kreis an eine Wandtafel malt.

Angst des Lehrers vor der Öffentlichkeit

Dienstag, 5. Dezember 2006

Ich habe vor einiger Zeit einer Gruppe von Lehrern geäussert, dass ich gerne besser informiert wäre über die verschiedenen Aktivitäten an unserer Schule. Während der Spezialwoche wussten wir meist nicht, was unsere Kollegen im Moment mit den Schülern machen. Ich schwärmte aus diesem Grund von einem System, das alle Interessierten darüber informieren würde, was im Moment an der Schule gemacht wird oder was gemacht wurde. Selbstverständlich könnte man auch über geplante Projekte informieren.

Tönt doch alles gut - da kamen aber die Kritiker zu Wort: Solche Öffentlichkeitsarbeit sei heuchlerisch. Man würde doch nur versuchen, sich möglichst gut zu verkaufen. Das hat mich doch etwas irritiert. Inwiefern soll es den heuchlerisch sein, sich gut zu verkaufen?

Zum andern wurde bemängelt, dass eine solche Aktivität eben eine zusätzliche Dienstleistung sei, und dafür habe man schlicht keine Zeit. Für mich ist aber klar, dass eine solche Informationsleistung nur eine gemeinsame sein kann. Die Schüler/innen helfen selbstverständlich mit. Da aber kam erneute Kritik. Man traute ihnen dies schlicht nicht zu. Auch das irritiert mich stark. Warum können Schüler nicht darüber schreiben, was sie machen oder gemacht haben? Sie können solche Aktivitäten natürlich auch mit Bildern illustrieren.

Schliesslich bemängelte man, dass man gar nicht alles öffentlich machen wolle, was so an einer Schule geschehe. Das aber irritiert mich am meisten. Eine Schule ist doch eine öffentliche Institution. Da hat doch die Öffentlichkeit ein Interesse daran, zu sehen, was alles geschieht.

Die Zeit scheint noch nicht reif zu sein. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.