Neues Handbuch unserer Schule

Mittwoch, 2. September 2009


@P1140411

Zu Beginn des neuen Semester hat das gesamte Personal der Schule das neue “Handbuch” der Schule bekommen: Ordnerblätter – schätzungsweise 250 Seiten. Da die Postfächer an unserer Schule zu klein sind, konnten nicht alle Lehrpersonen das Handbuch gleichzeitig erhalten, nur etwa jeder dritte. Die restlichen erhalten das Handbuch dann, wenn die Fächer der Kolleginnen und Kollegen geräumt sind.

Eine Frage taucht natürlich sofort auf: könnte man das Ganze nicht auch auf pdf-Basis machen? Wir würden sicher viel Papier sparen, und – Hand aufs Herz – viele lesen das Handbuch sowieso nicht, den meisten dient es bestenfalls als Nachschalgewerk, wenn entsprechende Fragen auftauchen. In diesem Fall ist die pdf-Version ohnehin besser, eine Suche in digitalem Datenmaterial ist schneller als in Ordnerblättern.

handbuch

Das ganze Handbuch gibt es aber auch in pdf – war die Papierversion für alle wirklich nötig?

Computer im Schulzimmer?

Montag, 3. September 2007


Am Samstagabend anlässlich eines Strassenfestes bin ich in ein interessantes Gespräch mit Eltern verwickelt worden, deren Kinder Erfahrungen mit Computern im Unterricht gemacht haben.

Ein Vater hat von seinem Sohn erzählt, der seit zwei Wochen in die erste Klasse geht. Er hat bereits mit dem Computer im Schulzimmer Erfahrungen gesammelt. Der Vater äusserte sich sehr positiv darüber, dass die Lehrerin zwei Mal pro Woche die Schüler am Computer Arbeiten erledigen lässt. Das macht den Kindern offensichtlich grossen Spass.

Daraufhin spricht mich eine Mutter an, deren Sohn nun das zweite Jahr am Untergymnasium an der Kanti ist. Dieser habe während den ersten fünf Primarschuljahren ebenfalls regelmässig den Computer im Unterricht eingesetzt, jetzt aber habe er während dem ganzen Jahr nicht mehr. Sie hat mich gefragt, ob wir den Computern gegenüber an unserer Schule eigentlich feindlich eingestellt seien, in keinem Schulzimmer habe sie welche stehen sehen.

Leider stimmt dieser Eindruck mit der Realität an unserer Schule überein: bei den allermeisten Lehrpersonen kommt kein Computer zum Einsatz, in Schulzimmern steht höchstens auf dem Pult des Lehrers ein Gerät. In den meisten Zimmern hat es mittlerweile Beamer, aber diese werden grösstenteils für Video- oder DVD-Vorführungen benützt.

Für mich ist klar: in jedem Schulzimmer sollten Computer zur Verfügung stehen, damit man sie auch ohne grösseren Aufwand einsetzen kann. Der Gang in einen speziellen Computer-Raum macht man nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Ein Beispiel aus meinem Unterricht: die Schüler machen Aufsatzübungen. Damit ich die Aufsätze schneller korrigieren und auch leserlich kommentieren kann, verlange ich Computerausdrucke. Ich habe aber nur einen Computer im Zimmer, in den Computerraum will ich nicht, weil dies zu viel Unruhe in die Klasse bringen würde. Aus diesem Grund erstellen die Schüler eine handschriftliche Disposition und verfassen ev. einen Teil des Aufsatzes von Hand. Zu Hause wird er dann abgetippt und ausgedruckt.

Ich werde also in der nächsten Stunde eine Menge von Papier erhalten. Meine Kommentare werde ich anschliessend ebenfalls ausdrucken und den Schülern aushändigen.

Wie würde das in einer moodle-Lernoberfläche aussehen? Die Schüler laden ihre Datei hoch, ich habe jederzeit den Überblick, wer wann den Aufsatz hochgeladen hat. Ich kommentiere die Texte und gebe eine Bewertung ab. Der Schüler erhält eine Nachricht, wenn meine Bewertung sichtbar ist. Wenn es die Klasse wünscht, kann man die Aufsätze den andern digital zur Verfügung stellen. Wer ausdrucken will, kann dies tun, zur Archivierung kann man aber auch auf die digitalen Versionen zurückgreifen. Die nächste Aufsatzübung werde ich sicher so machen lasssen.

Sprechendes Papier

Dienstag, 12. Juni 2007

Über den Blog von E-Learning bin ich auf einen Beitrag von BBC-News gestossen zum Thema Talking Papers.

Einer der Entwickler meint zu seinem Produkt:

Mikael Gulliksson, who led the research project, told the BBC News website: "When you approach the billboard and put your hand on a postcard that shows a picture of a beach, you can hear a very brief description of that beach."


Bei der ersten Produktvorstellung wurde vor allem der mögliche Einsatz in der Werbung hervorgehoben. Ich sehe aber durchaus auch die Möglichkeit, dass zukünftige Bücher sprechen können.

Springer-Chef will Papier abschaffen

Donnerstag, 5. April 2007

Springer-Chef Mathias Döpfner hat Papier als Informationsmedium abgeschrieben. Er könne es gar nicht abwarten, dass onlinebasierte elektronische Geräte das Papier ersetzten und Druck und Vertrieb überflüssig machen.

Für mich ist erstaunlich, dass dies der Chef eines solchen Medienkonzerns sagt. In Zukunft also eine papierlose Zeitung? Hier findet man den entsprechenden Artikel.