Plagiate - digitale Stilanalysen

Freitag, 23. November 2007


Unter dem Titel Jagd auf Plagiate lesen wir auf PCWelt:

Das Internet ist ein Eldorado für Abschreiber. Ob fertige Hausarbeiten oder komplette Wikipedia-Artikel - nie zuvor konnte man fremdes geistiges Eigentum derart leicht zusammen stehlen und als seine eigene intellektuelle Leistung verkaufen. Diesem Treiben soll Picapica einen Riegel vorschieben: Die Software der Bauhaus-Universität Weimar spürt nämlich Abschreiber auf.

Der Artikel macht dann auf das Programm picapica.net aufmerksam. Dieses soll in der Lage sein "Textübereinstimmungen zu finden", dabei könne es nicht nur wörtliche Übereinstimmungen finden, sondern auch den Grad der Veränderung feststellen. Das Programm kann sogar noch mehr, wie einer der Entwickler sagt:

Wir können innerhalb von Texten aber auch Stilbrüche zeigen. ... Unter anderem die Länge von Sätzen, die Häufigkeit bestimmter Wörter und der typische Satzaufbau sind Kriterien dafür.

picpica

Das sieht ja alles sehr vielversprechend aus, für mich nicht unbedingt wegen der Möglichkeit, Plagiate aufzuspüren, sondern wegen der Möglichkeit Stilanalysen an digitalen Texten zu machen. Darauf habe ich schon lange gewartet. Ein Programm, das uns auf mögliche Stilbrüche in unseren eigenen Texten aufmerksam macht oder das man in der Schule einsetzen könnte, einfach super. Darauf habe ich schon lange gewartet. Einen Haken hat das Ganze: Das Programm ist nicht erhältlich.

Aufsatz auf dem Laptop - Fortsetzung

Samstag, 17. November 2007


Aufsatz01 Aufsatz02

Die Aufsätze, die ich in digitaler Form erhalten habe, sind korrigiert, kommentiert und wieder in den Händen der Schüler. Im Anschluss an dieses Experiment haben sich für mich folgende Fragen ergeben:

  • In welcher Form korrigiere und kommentiere ich Aufsätze, die ich digital bekommen habe?
    Einfachste Möglichkeit wäre eine digitale Korrektur und Kommentierung. Im dargestellten Fall sind alle Aufsätze mit MS Word geschrieben worden. Innerhalb dieses Programmes lassen sich Kommentare und Änderungen sehr leicht in den Text einbauen. Da in einigen Fällen aber sehr viel zu korrigieren ist, ist diese Form sehr aufwändig, vor allem für kleine Korrekturen. Wenn ich z.B. auch alle orthographischen Fehler mit der Kommentarfunktion von Word korrigiere, dann wird dies unübersichtlich. Hier bietet sich eine handschriftliche Korrektur mit dem TabletPC an. Der Wechsel aber zwischen handschriftlicher Korrektur und Kommentarfunktion über die Tastatur ist zu kompliziert und aufwändig.
    Hier muss ich noch die einfachste Form der digitalen Korrektur finden.
  • Wenn die Schüler bei der Rückgabe und Besprechung der Aufsätze keinen Computer zur Verfügung haben, dann müssen die Aufsätze ausgedruckt werden, mit oder ohne Kommentare.
    Ich habe diesen Weg gewählt. Ich habe alle Aufsätze ausgedruckt und dann handschriftlich korrigiert. Mich überzeugt das Vorgehen nicht, aber es geht nach wie vor für mich wesentlich schneller auf diese Weise. Die Korrektur am Bildschirm ist für mich sehr ermüdend und, wie ich schon bemerkt habe, auch fehleranfällig.

Wie geht es weiter mit den Aufsätzen auf dem Laptop? Ich werde ganz sicher einen weiteren Versuch machen. Der Grund ist nicht nur die höhrere Motivation der Schüler, sondern der pädagogische Mehrwert. Schriftliche Arbeiten an Universitäten und Fachhochschulen werden ausnahmslos auf dem Computer geschrieben, also müssen die Schüler das Verfassen von Texten auf dem Computer eintrainieren.

Dies heisst für mich:

  • Die Schüler müssen ihre Textverarbeitung beherrschen: sie müssen mit Formatierungen, Gliederungen und natürlich auch mit den Korrekturprogrammen umgehen können.
  • Sie müssen nach wie vor lernen, einen Text zu entwerfen, sei dies handschriftlich oder ebenfalls auf dem Computer. Es lohnt sich, die Schüler auch in die Möglichkeit von Textentwürfen mit Hilfe des Computers einzuführen. Für kürzere Arbeiten ist dies vielleicht nicht so wichtig, für längere aber kann eine gute Methode hier eine grosse Zeitersparnis bedeuten. Ich denke an digitales Mindmapping,an Concept maps oder auch an die Möglichkeit, die Gliederungsfunktion in der Textverarbeitung dafür einzusetzen.

Wie man sich richtig bei einem Verlag bewirbt

Mittwoch, 9. Mai 2007

Im Literaturcafe bin ich auf diesen interessanten Artikel gestossen: eine Zusammenfassung eines Interviews mit Andreas Paschedag, seit sechs Jahren Lektor beim Aufbau-Verlag. Die Tips findet man hier. Während seiner Tätigkeit bei diesem Verlag sind von mehreren tausend Manuskripten zwei Bücher erschienen. Der wichtigste Ratschlag für alle, die gerne gute Autoren werden möchten: Lesen, lesen, lesen! Das Literaturcafe bietet übrigens hier auch die Möglichkeit, Normseiten für die Textverarbeitung herunterzuladen.

Essaywettbewerb

Samstag, 7. April 2007

Wie ich im Langenscheidt-Blog gelesen habe, sind Jugendliche bis 25 Jahre eingeladen, einen Text zum Thema  "The role of media and information and communication technologies in building a peaceful world" zu verfassen, maximal 800 Zeichen in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch oder Spanisch. Der Wettbewerb ist auf der Seite der Goi Peace Foundation ausgeschrieben. 

Neue Literaturwettbewerbe

Samstag, 10. März 2007

Im Literatur-Café werden gleich zwei Literaturwettbewerbe angekündigt.

  • Einmal der Schreibwettbewerb "Die Feder" von Titus Müller. Hier hat der Autor Titus Müller den Anfang einer Geschichte verfasst, diesen gilt es nun zu einer Kurzgeschichte mit max. 10'000 Zeichen werden zu lassen.
  • Dann wird der Joker Lyrik-Preis 2007 angekündigt. Das Problem ist aber, dass man auf die deutsche Seite von Jokers, also auf jokers.de nicht so ohne weiteres Zugriff hat. Wenn man die Seite aus der Schweiz anwählen will, dann wird man automatisch auf die Adresse von Jokers.ch umgeleitet.

Ein weiterer Wettbewerb findet im Wikipedia statt:

  • "Die Schreibwettbewerbe von Wikipedia haben bereits Tradition. Im März ist es wieder soweit: Zum sechsten Mal ermittelt eine Jury die besten neu hinzu gekommenen oder zumindest deutlich ausgebauten Artikel des Online-Lexikons. Wie gehabt warten einige mitunter kuriose Sachpreise und viel, viel Ehre auf die Teilnehmer." Gefunden in PC-Welt.