Mobile Learning 2.0

Dienstag, 20. November 2007


Im Blog E-Learning habe ich diesen interessanten Videocast gefunden zum Thema mobiles Lernen von Anja Wagner und Fabian Topfstedt von der FHTW Berlin.

 


Link: sevenload.com

Zuerst geht Anja Wagner auf den Begriff von Lernen ein, dem klassischen, frontalen Lernstil, wird ein Lernstil 2.0 gegenüber gestellt. Hier erhalten die Lernenden die Kontrolle über ihren eigenen Lernprozess. Sie konfigurieren sich ihre eigenen Inhalte, die ihnen bereitgestellt werden, sie erarbeiten sich gemeinsam die Inhalte, die sie persönlich interessieren.

Fabian Topfstedt klärt dann den Begriff mobile 2.0. Er versteht darunter das Anzeigen von aktuellen web 2.0-Technologien auf mobilen Endgeräten und die Erweiterung durch neue Features, etwa durch die Möglichkeit der kontextsensitiven Datenangabe in Bezug auf den Standort, wenn das mobile Gerät mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet ist (Location-Based Services). Audio, Text und Video sollten auf dem mobilen Gerät nicht nur empfangbar, sondern auch wieder übertragbar ins Netz sein. Tatsache ist, dass die Verbreitung von Mobiltelefonen enorm gross ist. Gemäss einer Studie von Morgan Stanley ist bei 91% der Nutzer das Mobiltelefon ständig greifbar, 15%-20% haben bereits ein GPS integriert.

Unter mobilem Lernen versteht man bislang die Überwindung klassischer Präsenzveranstaltungen. Dies kann durch die Einbindung externer Experten in eine Präsenzveranstaltung oder auch durch die Aufzeichnung von Präsenzveranstaltungen erreicht werden. Lernende können sich dann diese Aufzeichnungen orts- und zeitunabhängig ansehen oder anhören. Man bleibt hier aber in der klassischen Stoffvermittlung. Lerning 2.0 impliziert weitere Schritte:

  • Die automatische Benachrichtung der Lernenden per RSS-Feeds, wenn etwa ein neuer Vortrag greifbar ist, die Lernenden können nun selber entscheiden, welche Vorträge sie downloaden und anschauen wollen.
  • Interessant und wünschbar wäre nun, wenn die User selber auch ihre eigenen Inhalte hochladen könnten, etwa indem sie ein Video aufnehmen und dieses den andern Lernenden zur Verfügung stellen. Neben solchen mobilen Video-Aufzeichnungen wären Formen von Video-Blogging oder Video-Kommentierungen denkbar. Das Hochladen dieser Video-Beiträge muss allerdings mobil möglich sein und Videos müssten auch mit Begleittexten versehen werden können.
  • Wünschbar wäre auch ein Geo-Tagging, das nicht nur einseitig vom Handy zum Web möglich ist, sondern auch vom Web zum passenden Ort.

Zum Schluss folgen noch Gedanken zum zu erwarteten Information Overload, wenn wir zusätzlich mit Millionen von Videoinformationen konfrontiert werden. Eine Möglichkeit wäre, dass wir uns zu thematischen Netzwerken zusammenfinden würden, in dem die Lerneneden dann eine Art von Lerngemeinschaft bilden würden.

Die beiden Autoren wollen zu diesem Thema einen Kurs ab dem 1.12.07 starten. Zugang für E-Berliner über http://evideo.fhtw-berlin.de.

Zeitschrift Computer und Unterricht

Freitag, 11. Mai 2007

   

In Beats Blog findet man einen Hinweis auf die neue Ausgabe der Zeitschrift Computer und Unterricht. Sie ist dem Thema "Web 2.0 - Internet Interaktiv" gwidmet. Wenn man auf die Seite des Friedrich Verlages geht, kann man auch ein Bild der Titelseite des neuen Heftes sehen, man kann sogar ein Inhaltsverzeichnis der Ausgabe kostenlos herunterladen. Mehr aber nicht! Das Heft gibt es offensichtlich nur als Printausgabe. Dies ist eigentlich erstaunlich. Eine Zeitschrift, die sich diesem Thema widmet, sollte man doch digital bekommen können. Da frage ich mich, in welchem Jahr wir eigentlich leben. Ich habe dem Verlag ein entsprechendes Email geschrieben, ich bin gespannt auf eine Antwort.

Nachtrag vom 21.5.07:

Die Antwort ist eingetroffen. Man bedankt sich für das Interesse und bestätigt mir, dass die Zeitschrift (noch) nicht digital erhältlich sei. Offensichtlich hat man aber Angst vor einer möglichen "unauthorisierten ... Weiterverbreitung". Man arbeite aber verlagsintern an einem möglichen Konzept.

Ich weiss nicht so recht, was das nun soll. Kann man in den nächsten Wochen, Monaten oder erst einem Jahr mit einer digitalen Ausgabe rechnen? Mit Genugtuung habe ich festgestellt, dass auch Beat Doebeli auf eine digitale Ausgabe wartet. Ich werde dem Verlag nochmals schreiben, vielleicht kann man den Prozess ja beschleunigen.