Geht’s oder gehts?

Seit einiger Zeit können wir in der Schweiz die folgenden Plakate am Straßenrand lesen

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Auf der TCS-Webseite allerdings lesen wir dann

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Was stimmt nun?

Ein Blick auf eine andere Wendung bringt vielleicht Klarheit:

Im Blich sagt etwa der Nazi-Coach Ottmar Hitzfeld

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Auf der Seite des Klett-Verlages allerdings lesen wir:

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Im 20Minuten allerdings steht

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Auf der Seite von DRS 1 wiederum lesen wir

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In der Berner Zeitung hingegen lesen wir

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Anders sehen es wiederum die Fantastischen Vier

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Anders sieht das “Der Bund”

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Und in der Handelszeitung

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Und auch in der Solothurner Zeitung steht

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Ähnlich chaotisch sieht es im Fall von gibts oder gibt’s aus

So lesen wir in der Solothurner Zeitung vom Donnerstag, 6.9.2012, S. 25

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Im Apple-Store hingegen lesen wir

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Auch im NZZ Folio lesen wir

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Und was meint der Duden zu all dem?

Der folgende Suchauftrag nach “geht’s”

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führt im Duden online zu folgenden Ergebnissen

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Meine Schreibweise wird also einfach ignoriert, auch Anführungszeichen nützen nichts, der Duden korrigiert ganz konsequent “geht’s” in “gehts”.

Im Duden Rechtschreibung stößt man dann auf die folgende Regel:

Bei umgangssprachlichen Verbindungen eines Verbs oder einer Konjunktion mit dem Pronomen es ist der Apostroph entbehrlich; er wird jedoch häufig verwendet.

– Wie gehts (auch: geht’s) dir?

– Nimms (auch: Nimm’s) nicht so schwer.

– Wenns (auch: Wenn’s) weiter nichts ist …

(Duden – Die deutsche Rechtschreibung, 25. Aufl. Mannheim 2009)

Da haben wirs/wir’s. Die bfu und der TCS heben recht.

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