Wie ich heute über iPad Insight vernommen habe, will HP gross in den Tablet-Markt einsteigen. Offenbar plant man, den Nummer-1-Tablet von Apple vom Spitzenplatz zu verdrängen.
They’re going to be better than Number 1.
Was mich überrascht: Ich habe bereits zwei Tablets von HP, nur waren es Tablet PCs. Mir scheint aber, dass HP nie wirklich an der Weiterentwicklung dieser Geräte interessiert war. Nachdem man Compaq aufgekauft hatte, wurden zwar die damaligen TabletPC-Modelle ins Programm aufgenommen, bald schon trugen sie den Namen HP. Die Lebensdauer dieser Produkte war aber enorm kurz. Wenn man heute das entsprechende Produkt – einen Tablet PC – sucht, dann muss man sich durch das HP-Angebot suchen. Schliesslich findet man einen TouchSmart. Den HP EliteBook 2730p findet man zwar nach einigem Suchen, aber die entsprechende Produktseite zeigt, dass das Gerät wohl nicht mehr produziert wird. Schade, ich habe nun zur Konkurrenz gewechselt, zu Lenovo.
Ich frage mich: Wie lange wird der neue Tablet von HP überleben?
Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer eines iPad. Da ich kein iPhone besitze, bedeutet dieses Gerät eine völlig neue Welt für mich. Mein Grund für die Anschaffung: ich lese Zeitungen und sehr viele Bücher am Computer. Ich war schon lange auf der Suche nach einem entsprechenden Lesegerät. Da ich neben normalen Ebooks auch pdf-Dokumente lesen und bearbeiten will, war schließlich der iPad auf meiner Wunschliste ganz nach oben gerückt.
So habe ich mir dieses Gerät bestellt und vor den Sommerferien dann direkt aus China zugeschickt bekommen. Der Frachtweg war etwas sonderbar, aber was solls, jetzt ist das Gerät bei mir schon zweieinhalb Monate im Einsatz.
Auf dieses Video von Apple aus dem Jahre 1995 bin ich über den E-Learning Blog gestossen.
Bedienung mit einem Stift, Kommunikation über die Webcam, Austausch von Informationen, Bild- und Audioaufnahmen, nachträgliche Bearbeitung der Bilder mit dem Stift, all das bieten die heutigen Tablet PCs. Die Präsentation im Schulzimmer, wo die Schüler interaktiv eingreifen können, ist allerdings (noch?) nicht ins Schulzimmer gedrungen. Interessant scheint mir die Forderung, dass der Zugang zu Informationen für alle möglich sein sollte, und das im Jahre 1995.
Beat Doebeli hat in seinem Blog darauf hingewiesen, dass im neuen Neptun-Angebot der ETH kein Tablet PC mehr zu finden ist. Die Nachfrage ist offenbar zu klein.
Sucht man z.B. bei HP auf der Homepage Tablet PCs, muss man wissen, unter welchem Namen die Tablets geführt werden. Man findet dort zwar noch die Rubrik "Notebooks und Tablet PC", nach einem Klick erhält man aber eine Liste aller Notebooks. Wenn man nicht weiss, dass der Tablet PC 2730p, der Nachfolger des 2710p, neu HP EliteBook 2730p heisst und als Notebook-PC geführt wird, dann wird man vergeblich nach einem Tablet PC im Programm suchen. Hier findet man ihn bei HP.
Zu meiner Überraschung bekam ich über die Facebook-Seite von digitec gestern ein Angebot des HP EliteBook 2730p, statt Fr. 2468.- (Preis bei HP) kostet er Fr. 1599.- .
Eben habe ich festgestellt, dass das Sonderangebot schon zu Ende ist – alle verkauft. Der Tablet kann aber hier nach wie vor bestellt werden, allerdings wesentlich teurer.
Unsere Schule bietet in einer Sonderaktion unter anderen dieses Gerät zu einem Sonderpreis an. Da ich seit einigen Jahren schon einen Tablet PC verwende, zuerst den Compaq TC1000, jetzt immer noch den HP TC1100 – neben dem Fujitsu-Siemens Lifebook T4210, bin ich mehrmals gefragt worden, was ich vom 2710p halte.
Der Tablet, der uns angeboten wird, besitzt einen Intel Core 2 Duo ULV U7600 1.2Ghz CPU mit 2GB DDR2. Die meisten Gerätetests, die in Blogs oder auf Seiten von PC-Magazinen vorgestellt worden sind, haben das 1GB-Modell getestet. Dies hat mit Windows Vista zu einigen Problemen geführt.
Gestern habe ich einige Zeit mit dem Vorführgerät an der Schule experimentiert und habe erste Erfahrungen gesammelt. Heute habe ich zusätzlich viele Berichte studiert. Hier meine Ergebnisse:
HP verkauft im Moment zwei Tablets: den TX2000 und den 2710p. Wo liegen die Unterschiede? Hier einige Zitate aus einem Bericht zu diesem Vergleich:
I would classify the 2710p as more of a business quality machine. It is more mobile than the tx2000 as it’s thinner and lighter and coupled with the dock and slice battery is a very good workhorse. It works very well in either slate mode or laptop mode and it is my daily work machine.
I would say that the tx2000, while a good Tablet, is a better all-purpose notebook than the 2710p. It is a high performance laptop with the AMD processor and it is a specially exceptional multimedia machine. It has a remote control for that purpose and it is a good laptop. It is also a pretty good Tablet with the dual digitizer setup and the inking experience is very good.
Mit dem dual-digitizier-setup ist Folgendes gemeint: der tx2000 reagiert sowohl auf den normalen Tablet-Eingabestift als auch auf Berührung (er hat also einen Touchscreen). Der tx2000 ist billiger, schneller und eher ein Muldimedia-Gerät, er ist aber klar schwerer und dicker als der 2710p.
Mein erster negativer Punkt zum 2710p ist die lange Startprozedur. In vielen Beiträgen zum Gerät hat man dies bestätigt. Einmal gestartet, läuft dann aber alles problemlos und schnell. Allzu viel konnte ich allerdings nicht testen, weil kaum Programme installiert sind. Der Stift ist gut bedienbar, das Gerät ist leicht und liegt gut in der Hand. Sehr gut ist die Tastatur.
Ein negativer Punkt ist für viele Tester das fehlende CD-Rom-Laufwerk. Auch der TC1100 von HP hatte keines, ich bin dies also gewohnt, mich stört das nicht. Ich schlage aber eine Docking-Station zur Anschaffung vor, man findet sie hier bei HP: die HP2710 Ultra-slim Expansion Base, das detaillierte Datenblatt sieht man hier. Diese Docking-Station enthält einen Zusatzakku und ein CD-Rom-Laufwerk. Zudem sind weitere USB-Anschlüsse vorhanden, ein Netzwerkanschluss, ein Anschlüsse für externe Monitore (neben dem analogen auch ein digitaler Video-Port).
Testberichte zum 2710p findet man etwa auf TabletPCReview, auf Personal Computer World, auf der Seite LaptopMag oder auf PocketLint, einen bildlichen Grössenvergleich zwischen dem tx2000, dem 2710p und einer A4-Seite habe ich hier zusammengestellt. Mehrere Bewertungen aus Grossbritannien sind auf ciblant zu finden.
Die Aufsätze, die ich in digitaler Form erhalten habe, sind korrigiert, kommentiert und wieder in den Händen der Schüler. Im Anschluss an dieses Experiment haben sich für mich folgende Fragen ergeben:
In welcher Form korrigiere und kommentiere ich Aufsätze, die ich digital bekommen habe?
Einfachste Möglichkeit wäre eine digitale Korrektur und Kommentierung. Im dargestellten Fall sind alle Aufsätze mit MS Word geschrieben worden. Innerhalb dieses Programmes lassen sich Kommentare und Änderungen sehr leicht in den Text einbauen. Da in einigen Fällen aber sehr viel zu korrigieren ist, ist diese Form sehr aufwändig, vor allem für kleine Korrekturen. Wenn ich z.B. auch alle orthographischen Fehler mit der Kommentarfunktion von Word korrigiere, dann wird dies unübersichtlich. Hier bietet sich eine handschriftliche Korrektur mit dem TabletPC an. Der Wechsel aber zwischen handschriftlicher Korrektur und Kommentarfunktion über die Tastatur ist zu kompliziert und aufwändig.
Hier muss ich noch die einfachste Form der digitalen Korrektur finden.
Wenn die Schüler bei der Rückgabe und Besprechung der Aufsätze keinen Computer zur Verfügung haben, dann müssen die Aufsätze ausgedruckt werden, mit oder ohne Kommentare.
Ich habe diesen Weg gewählt. Ich habe alle Aufsätze ausgedruckt und dann handschriftlich korrigiert. Mich überzeugt das Vorgehen nicht, aber es geht nach wie vor für mich wesentlich schneller auf diese Weise. Die Korrektur am Bildschirm ist für mich sehr ermüdend und, wie ich schon bemerkt habe, auch fehleranfällig.
Wie geht es weiter mit den Aufsätzen auf dem Laptop? Ich werde ganz sicher einen weiteren Versuch machen. Der Grund ist nicht nur die höhrere Motivation der Schüler, sondern der pädagogische Mehrwert. Schriftliche Arbeiten an Universitäten und Fachhochschulen werden ausnahmslos auf dem Computer geschrieben, also müssen die Schüler das Verfassen von Texten auf dem Computer eintrainieren.
Dies heisst für mich:
Die Schüler müssen ihre Textverarbeitung beherrschen: sie müssen mit Formatierungen, Gliederungen und natürlich auch mit den Korrekturprogrammen umgehen können.
Sie müssen nach wie vor lernen, einen Text zu entwerfen, sei dies handschriftlich oder ebenfalls auf dem Computer. Es lohnt sich, die Schüler auch in die Möglichkeit von Textentwürfen mit Hilfe des Computers einzuführen. Für kürzere Arbeiten ist dies vielleicht nicht so wichtig, für längere aber kann eine gute Methode hier eine grosse Zeitersparnis bedeuten. Ich denke an digitales Mindmapping,an Concept maps oder auch an die Möglichkeit, die Gliederungsfunktion in der Textverarbeitung dafür einzusetzen.
Vorgestern habe ich darauf aufmerksam gemacht, wie man sinnvoll Präsentationen mit MS Journal oder mit OneNote machen kann. Heute habe ich dies angewendet. Hier eine Aufnahme aus einer Schulstunde.
Ich habe ein Grammatik-Übungsblatt lösen lassen und habe dann die Lösungen mit OneNote projiziert und teilweise die Lösungen noch angepasst. Mir passt dies für solche Aufgaben besser als Powerpoint:
Der Text des Aufgabenblattes lässt sich bequemer übernehmen.
Die handschriftliche Bearbeitung ist einfacher.
Ich brauche nicht Folien zu wechseln, wenn zu wenig Platz ist, ich kann ganz einfach scrollen.
Es wäre möglich, mit mehrern PCs zu arbeiten und eine Synchronisation in einer Livefreigabesitzung zu machen. Darüber später mehr.
Seit einiger Zeit mehren sich Beiträge im Netz, die darüber klagen, wie langweilig Powerpoint ist – etwa in diesem Beitrag des Lehrerfreundes oder in diesem Beitrag von PR-inside. Wir haben sie alle schon ertragen müssen, diese Powerpoint-Bombardemente, früher haben die Präsentatoren es mit Proki-Folien gemacht, heute werden Folien über den Beamer projiziert. Gibt es eine Alternative?
Wer einen Tablet PC hat, kann eine Präsentation auch direkt über das Programm MS Journal machen, dieses Programm ist auf jedem Tablet PC. Besitzt man MS OneNote, dann ist dies die feudalere Lösung. Wie eine solche Präsentation aussehen kann, kann man auf dem Video von Jim Vanides sehen.
Jim Vanides meint, diese Methode sei auf jeden Fall besser als ein Whiteboard. Ich habe das Video direkt hier eingebunden.
Wenn man OneNote verwenden will, dann ist es von Vorteil, wenn man die Ganzseitenansicht auswählt, dies vergrössert entsprechend den Bildschirm. Den Vollbildmodus kann entweder über das entsprechende Icon oder über F11 auswählen.
In einem Projekt, das ich vor der Spezialwoche durchgeführt habe, mussten die Schülerinnen und Schüler Gedichte nach einem vorgegebenen Muster analysieren. Anschliessend präsentierten sie die Analyseergebnisse mit dem Tablet PC auf einer vorbereiteten Powerpoint-Folie.
Diese Bilder zeigen die Präsentation einer Gruppe zum Gedicht "Morgenlied" von Ludwig Uhland. Das zweite Bild zeigt, wie konzentriert der Schüler die Annotationen auf der Folie vollzieht.
Das linke Bild zeigt, dass die Gruppe zusätzlich zur Powerpoint-Präsentation auch noch die traditionelle Wandtafel benützt hat. Dies ergab einen ganz speziellen Effekt. Das rechte Bild zeigt die fertige Folie.
Zum Abschluss wurde das Gedicht auch noch vorgetragen. Ich machte eine Aufnahme mit dem ipod, die Datei habe ich anschliessend mit dem Programm Audacity bearbeitet. Hier Hier kann man den Vortrag anhören.
Die Dateien sind in die Lernoberfläche moodle hochgeladen. Das haben nun mitterweile fast alle geschafft. Eine Schülerin hat zu Hause keinen Internetanschluss, in diesem Fall war es etwas schwieriger.
Ein Schüler hat seine Datei am falschen Ort abgeliefert.
Nun kommt meine Arbeit als Lehrer. Ich öffne alle Word-Dateien, lese und kommentiere sie. Hier kommt mir mein Tablet sehr gelegen. Ich korrigiere die Texte im herkömmlichen Sinn von Hand mit den gewohnten Korrekturzeichen.
Am Schluss gibt es einen eingetippten Kommentar, eine Bewertung und unter Umständen einen Auftrag zur Überarbeitung.
Was sind die Vorteile?
Die Schüler sind ganz klar mehr motiviert, als wenn sie die Arbeit nur handschriftlich machen würden. Zudem müssen sie mit der Tastatur arbeiten und mit einer Textverarbeitung. Da sie sich innerhalb einer neuen Lernoberfläche bewegen müssen, werden sie zudem klar auch in ihrer Medienkompetenz gefördert. Schliesslich können sie ortsunabhängig und frei arbeiten. Schüler, die länger haben im Formulieren eines Textes, können sich entsprechend Zeit lassen.
Für mich als Lehrer ist es viel einfacher, den Überblick über den Stand der Abgabe von solchen Arbeiten zu behalten. Wenn die Arbeiten zur Bewertung abgegeben sind, dann kann ich bereits mit der Korrektur beginnen. Die Originaltexte und meine Korrekturen und Kommentare bleiben zudem auch für mich immer griffbereit, ohne dass ich etwas kopieren und überflüssiges Papier verschwenden muss. Nicht zuletzt gehen die Korrekturen wesentlich schneller, da das Lesen von Handschriften wesentlich länger dauert.