Aufsatz auf dem Laptop – Fortsetzung

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Die Aufsätze, die ich in digitaler Form erhalten habe, sind korrigiert, kommentiert und wieder in den Händen der Schüler. Im Anschluss an dieses Experiment haben sich für mich folgende Fragen ergeben:

  • In welcher Form korrigiere und kommentiere ich Aufsätze, die ich digital bekommen habe?
    Einfachste Möglichkeit wäre eine digitale Korrektur und Kommentierung. Im dargestellten Fall sind alle Aufsätze mit MS Word geschrieben worden. Innerhalb dieses Programmes lassen sich Kommentare und Änderungen sehr leicht in den Text einbauen. Da in einigen Fällen aber sehr viel zu korrigieren ist, ist diese Form sehr aufwändig, vor allem für kleine Korrekturen. Wenn ich z.B. auch alle orthographischen Fehler mit der Kommentarfunktion von Word korrigiere, dann wird dies unübersichtlich. Hier bietet sich eine handschriftliche Korrektur mit dem TabletPC an. Der Wechsel aber zwischen handschriftlicher Korrektur und Kommentarfunktion über die Tastatur ist zu kompliziert und aufwändig.
    Hier muss ich noch die einfachste Form der digitalen Korrektur finden.
  • Wenn die Schüler bei der Rückgabe und Besprechung der Aufsätze keinen Computer zur Verfügung haben, dann müssen die Aufsätze ausgedruckt werden, mit oder ohne Kommentare.
    Ich habe diesen Weg gewählt. Ich habe alle Aufsätze ausgedruckt und dann handschriftlich korrigiert. Mich überzeugt das Vorgehen nicht, aber es geht nach wie vor für mich wesentlich schneller auf diese Weise. Die Korrektur am Bildschirm ist für mich sehr ermüdend und, wie ich schon bemerkt habe, auch fehleranfällig.

Wie geht es weiter mit den Aufsätzen auf dem Laptop? Ich werde ganz sicher einen weiteren Versuch machen. Der Grund ist nicht nur die höhrere Motivation der Schüler, sondern der pädagogische Mehrwert. Schriftliche Arbeiten an Universitäten und Fachhochschulen werden ausnahmslos auf dem Computer geschrieben, also müssen die Schüler das Verfassen von Texten auf dem Computer eintrainieren.

Dies heisst für mich:

  • Die Schüler müssen ihre Textverarbeitung beherrschen: sie müssen mit Formatierungen, Gliederungen und natürlich auch mit den Korrekturprogrammen umgehen können.
  • Sie müssen nach wie vor lernen, einen Text zu entwerfen, sei dies handschriftlich oder ebenfalls auf dem Computer. Es lohnt sich, die Schüler auch in die Möglichkeit von Textentwürfen mit Hilfe des Computers einzuführen. Für kürzere Arbeiten ist dies vielleicht nicht so wichtig, für längere aber kann eine gute Methode hier eine grosse Zeitersparnis bedeuten. Ich denke an digitales Mindmapping,an Concept maps oder auch an die Möglichkeit, die Gliederungsfunktion in der Textverarbeitung dafür einzusetzen.

3 comments on “Aufsatz auf dem Laptop – Fortsetzung

  1. Markus Märkl November 29, 2007 7:59 pm

    Wenn ich per Mail Schüleraufsätze zur Korrektur bekomme, arbeite ich mit Endnoten und eigenen Tastenkombinationen/Formatvorlagen: Unterringeln, Kommentare in die Endnote. Das bleibt dann halbwegs übersichtlich – Randkommentare enden im Chaos.
    Tablet-PC habe ich nicht – wenn es sich aber lohnt bzgl. Korrektur, stellt sich die Frage sich einmal so einen zuzulegen? Ginge das auch mit einem Grafiktablet – habe da gar keine Ahnung…
    In einem Fall ist aber für mich klar: 30 Aufsätze auf diese Art zu korrigieren ist sehr anstrengend – bislang auch zeitaufwändiger als der traditionelle Weg.

    • Kurt Jakob Dezember 3, 2007 2:27 pm

      Vielen Dank für deinen Tipp. Ich hab es bisher mit Randkommentaren versucht, aber das war tatsächlich chaotisch.
      Zu deiner Frage mit dem Grafiktablet: dieses Tablet erfüllt dieselbe Funktion wie der TabletPC, man kann dann einfach nicht direkt auf den Bildschirm schreiben wie beim Tablet.
      In der Korrekturarbeit ersetzt der Tablet die handschriftlichen Korrekturen, diese Art eignet sich nur für kurze Korrekturen, etwa für die Verwendung von Korrekturzeichen. Anmerkungen in Handschrift auf dem Tablet sind noch unleserlicher als in der normalen Handschrift. Für die Korrekturarbeit allein würde ich dir also nicht einen TabletPC empfehlen.

  2. Markus Märkl Dezember 5, 2007 8:13 pm

    Dann lass ich alles mal (bis auf Weiteres) so ohne Tablet. Ich arbeite daheim aber mit zwei Bildschirmen – erleichtert mir einiges, wenn es um das Vergleichen von Arbeiten geht oder um das Verfassen von Musterlösungen aus Schülerarbeiten. Das Wiki leistet mir hier sehr große Dienste – auch in der Frage einer gerechteren Beurteilung von Gruppenarbeit (Was hat jeder einzelne Schüler hier getan?).

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